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Rudi
Istenic will nicht aufgeben
Ex-Nationalspieler
kommt beim KSV Hessen nicht zum Zug - 2004
will er neu angreifen.
Das hatten sich beide Seiten
doch völlig anders vorgestellt. Als Rudi
Istenic im Sommer von Eintracht Braunschweig
zum KSV Hessen Kassel wechselte, galt der
32-jährige 18-fache slowenische Nationalspieler
als Hoffnungsträger. Im offensiven Mittelfeld
sollte er die Fäden ziehen und zusammen
mit den Spitzen für Torgefahr sorgen.
So war es gedacht.
Die sommerlichen Träumereien
platzten. Auf ganze sieben Einsätze hat
es der Alt-Internationale bis zur Winterpause
gebracht, dabei nur einmal - gegen den VfB
Marburg - durchgespielt. Letztmals stand er
Anfang September im Spitzenspiel gegen Darmstadt
98 für das Oberligateam des KSV auf dem
Platz - für 61 Minuten. Dann musste Istenic,
von dem damals so gut wie nichts zu sehen
war, Ahmet Kayacik Platz machen.
Eine deprimierende Bilanz.
Auch für Istenic. "Ich bin natürlich
unzufrieden", sagt er. Das aber soll
nicht heißen, dass er Abwanderungsgedanken
hegt. Nein, er fühle sich in Kassel und
auch innerhalb der Mannschaft wohl: "Ich
möchte hier bleiben."
Warum nur klappt es nicht
auf dem Platz? Istenic meint, ihm fehle es
nur an Spielpraxis. Wenn er die hätte,
dann könnte er auch zeigen, was er wirklich
drauf habe. Schon in Braunschweig, seiner
letzten Station vor Kassel, habe er kaum gekickt.
Trainer und Manager hätten ihm keine
Chance gegeben. Mit meiner Leistung hatte
dies nichts zu tun. Es ging um persönliche
Animositäten. Trainer und Manager dort
hätten ihn links liegen gelassen. In
Kassel sei dies anders. Trainer Thomas Freudenstein
habe ihm kürzlich zugesichert, dass er
sich nach der Winterpause neue Hoffnungen
machen könne. Diese Chance will er sich
nicht entgehen lassen. "Ich bin topfit,
habe allerbeste Laktatwerte."
Istenic verfügt bei
den Löwen über einen Zweijahresvertrag.
Den möchte er einhalten. Eine vorzeitige
Trennung käme für ihn nur dann in
Frage, wenn andere Vereine aus der dritten
oder vierten Liga mit Angeboten kämen.
Allerdings: Wenn ich nicht spiele, kann auch
niemand auf mich aufmerksam werden. Löwen-Manager
Jörg Schmidt wollte sich zu diesem Thema
nicht äußern. "Wir werden
die Problematik in der Winterpause erörtern."
Von Ulrich Brehme (HNA-Sportredaktion,
06.12.2003) |