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Löwen
jetzt auch mit VW-Unterstützung
Volkswagen
AG ist neuer Premium-Sponsor des KSV Hessen
Kassel.
Sportlich könnte es
zwar etwas besser laufen, aber ansonsten ist
der KSV Hessen Kassel gut positioniert. Das
jedenfalls konnte Manager Jörg F. Schmidt
der interessierten Zuhörerschaft beim
Sponsoren-Treff des Fußball-Oberligisten
am Dienstagabend im Hotel Gude verkünden.
So hat der Löwen-Klub
die vergangene Oberligasaison mit einem Überschuss
(Einnahmen: ca. 600000 Euro - Ausgaben: ca.
590000 Euro) abgeschlossen. Außerdem
ist für die laufende Saison (Etat: 530000
Euro) das gesetzte Ziel, 220000 Euro an Sponsorgeldern
einzusammeln, bereits jetzt erreicht. Doch
damit nicht genug. Im Beisein von Dr. Ekkehardt
Wesner und Axel Dietrich von der VW-Sportförderung
in Wolfsburg und dem Baunataler Betriebsratsvorsitzenden
Gerhard Kakalick wurde die Volkswagen AG als
neuer Premium-Sponsor der Löwen präsentiert.
Höhe der Eintrittssumme - Geheimsache!
Ebenfalls mit einer neuen
Idee, Fördergelder in die Klubkasse fließen
zu lassen, trat Hauptsponsor Martini in Erscheinung.
Auf einem neu konzipierten Sixpack der Kasseler
Bierbrauer prangt nun neben dem Emblem für
das Premium Pils auch das bekannte Löwen-Wappen.
50 Cent, so die Erläuterung von Schmidt,
werden pro Bierpackung als Fördermittel
an den KSV Hessen gehen. Eine gute Versicherung
für die Zukunft, die auch Stefan Sotzek
vom gastgebenden Versicherungskontor Martens
& Prahl als Mitsponsor den etwa 100 Anwesenden
in einem akribischen, aber etwas zu lang geratenen
Vortrag anzubieten hatte.
Kaum kürzer, dafür
aber für den Großteil der Zuhörer
umso interessanter war das folgende Gespräch
mit Promigast Hans Meyer. Der zuletzt für
die Gladbacher Borussen tätige Ex-Bundesligatrainer
("Ich werde nie wieder auf einer Trainerbank
Platz nehmen oder als Berater tätig werden")
versprach, sich irgendwann einmal bei der
Jugend-Arbeit des KSV einzubringen. Als Talentspäher
(mit Drei-Jahres-Vertrag) für die Borussia
will Meyer bald auch den A-Junioren des KSV
Baunatal einen Besuch abstatten, "weil
ich großes Interesse an der U-19-Bundesliga
habe." Befragt, ob er dem deutschen Frauenfußball
nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft einen
großen Aufschwung zutraue, gab sich
der in Bad Hersfeld wohnende Fußballlehrer
skeptisch. Meyer: "Solange der Frauenfußball
in der Breite nicht besser zu vermarkten ist,
wird sich auch sein Stellenwert nicht entscheidend
verbessern."
Von Rolf Wiesemann (HNA-Sportredaktion,
16.10.2003) |