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"Knecht
Ruprecht" Jan Albert verteilte Nikolaus
Geschenk
Einen Tag
vor Nikolaus kam Knecht Ruprecht in Gestalt
von Jan Albert zum KSV. In seinem Sack hatte
er ein schönes Törchen parat, das
den Löwen drei Punkte bescherte. Zuvor
gab es mit den defensiv eingestellten Gästen
allerdings sehr viele Schwierigkeiten.
75 Minuten
waren an diesem nass-kalten Dezembernachmittag
gespielt und allzu erwärmend war es nicht,
was die 22 Kicker auf dem Rasen den frierenden
Fans präsentierten. Doch dann kamen an
diesem zweiten Adventssonntag doch noch vorweihnachtliche
Gefühle bei den KSV-Anhängern auf.
Und dafür sorgten dann zwei Einwechselspieler,
die wie Knecht Ruprecht drei Punkte an den
KSV verteilten. Einen schönen steilen
Pass von Nils Lienhop nahm Jan Albert an der
Strafraumgrenze aus halbrechter Position direkt,
Dirk Löhle im Kasten der Heiligenröder
hatte keine Chance, der Ball schlug schnurstraks
neben dem linken Torpfosten ein. Nicht nur
dem schwarzhaarigen Ex-Bergshäuser, der
erst 180 Sekunden zuvor ins Spiel kam, fiel
ein Stein vom Herzen, der unbeschwerte Jubellauf
nach diesem Sonntagsschuss sprach Bände.
Zuvor hatten
Freudenstein und Co jedoch nicht allzuviel
Grund zum Jubeln. Der Absteiger aus der Bezirksoberliga
stand massiv in der Abwehr, Chancen blieben
vor der Pause absolute Mangelware. Der Verfasser
dieser Zeilen konnte mit etwas guten Willen
zwei spärliche Möglichkeiten von
Freudenstein und Zuschlag notieren, ansonsten
blieb der Schreibblock jungfräulich weiss.
In Durchgang
zwei lief es zunächst auch nicht besser,
ganz im Gegenteil. Ciupka hätte um ein
Haar fünf Minuten nach Wiederbeginn das
1:0 für die Gäste geschossen, allein
der glänzend reagierende Patrick Stern
im KSV-Tor verhinderte die (allerdings auch
unverdiente) Führung der Mannschaft von
der Autobahn-Ausfahrt. Ansonsten "erfreute"
ein kurzzeitiger Graupelschauer die ohnehin
schon bibbernden Fans, der KSV versuchte es
immer wieder über die Mitte, vom Glanz
des ersten Spiels im September blieb nicht
viel.
Erst ab
der 60. Minute kam etwas Leben in die Bude.
Thomas Freudenstein, der zuvor blass blieb,
sorgte mit zwei präzise gezirkelten Freistössen
für Gefahr. Beim ersten war TSV-Keeper
Löhle zur Stelle, beim zweiten "schnibbelte"
der blondhaarige Filigrantechniker den Ball
etwas zu genau, zerstörte den Regenschirm
eines neben dem Tor stehenden Zuschauers.
Und zum dritten Mal Freudenstein. Ein Eckball
von der rechten Seite tanzte Sekundenlang
auf der Querlatte, bevor die Grün-Weissen
klären konnten. Stipe Jevtic vergab dann
noch überhastet zwei gute Möglichkeiten,
Dirk Otto traf das Lattenkreuz und "Eppi"
legte sich mit dem Heiligenröder Speck
an. Nach einem eher harmlosen Geschubse schlug
Speck Eplinius mit der Hand ins Gesicht, unverständlich
die Entscheidung von Schiedsrichter Valentin,
der beiden Streithähnen den gelben Karton
unter die Nase hielt.
Das Fazit?
Drei verdiente Punkte für die Löwen,
aber erwärmt hat bestenfalls die letzte
halbe Stunde.
Oliver Zehe
Stimmen
zum Spiel:
Jörg
Müller (Trainer KSV Hessen): "Heiligenrode
hat es uns sehr schwer gemacht. In der ersten
Halbzeit gab es fast gar keine Torchance,
nach der Pause wurde es dann etwas besser.
Trotzdem haben wir zu wenig über die
Flügel gespielt, es hat kaum Flanken
gegeben und viel zu viel Klein-klein. Aber
wichtig ist, das wir das Spiel gewonnen haben."
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