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<<< 19. Spieltag
Bezirksliga 1999/00, 6. Spieltag

KSV Hessen Kassel - TSV Heiligenrode

1:0 (0:0) - Wiederholungsspiel

Sonntag, 05.12.1999
G-Platz Kassel

KSV Hessen Kassel
TSV Heiligenrode
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Trainer: Jörg Müller
Trainer: -
Spielstatistik
Tor: 1:0 Albert (75.) - Schiedsrichter: Valentin (Oelshausen) - Zuschauer: 600
Spielbericht

"Knecht Ruprecht" Jan Albert verteilte Nikolaus Geschenk

Einen Tag vor Nikolaus kam Knecht Ruprecht in Gestalt von Jan Albert zum KSV. In seinem Sack hatte er ein schönes Törchen parat, das den Löwen drei Punkte bescherte. Zuvor gab es mit den defensiv eingestellten Gästen allerdings sehr viele Schwierigkeiten.

75 Minuten waren an diesem nass-kalten Dezembernachmittag gespielt und allzu erwärmend war es nicht, was die 22 Kicker auf dem Rasen den frierenden Fans präsentierten. Doch dann kamen an diesem zweiten Adventssonntag doch noch vorweihnachtliche Gefühle bei den KSV-Anhängern auf. Und dafür sorgten dann zwei Einwechselspieler, die wie Knecht Ruprecht drei Punkte an den KSV verteilten. Einen schönen steilen Pass von Nils Lienhop nahm Jan Albert an der Strafraumgrenze aus halbrechter Position direkt, Dirk Löhle im Kasten der Heiligenröder hatte keine Chance, der Ball schlug schnurstraks neben dem linken Torpfosten ein. Nicht nur dem schwarzhaarigen Ex-Bergshäuser, der erst 180 Sekunden zuvor ins Spiel kam, fiel ein Stein vom Herzen, der unbeschwerte Jubellauf nach diesem Sonntagsschuss sprach Bände.

Zuvor hatten Freudenstein und Co jedoch nicht allzuviel Grund zum Jubeln. Der Absteiger aus der Bezirksoberliga stand massiv in der Abwehr, Chancen blieben vor der Pause absolute Mangelware. Der Verfasser dieser Zeilen konnte mit etwas guten Willen zwei spärliche Möglichkeiten von Freudenstein und Zuschlag notieren, ansonsten blieb der Schreibblock jungfräulich weiss.

In Durchgang zwei lief es zunächst auch nicht besser, ganz im Gegenteil. Ciupka hätte um ein Haar fünf Minuten nach Wiederbeginn das 1:0 für die Gäste geschossen, allein der glänzend reagierende Patrick Stern im KSV-Tor verhinderte die (allerdings auch unverdiente) Führung der Mannschaft von der Autobahn-Ausfahrt. Ansonsten "erfreute" ein kurzzeitiger Graupelschauer die ohnehin schon bibbernden Fans, der KSV versuchte es immer wieder über die Mitte, vom Glanz des ersten Spiels im September blieb nicht viel.

Erst ab der 60. Minute kam etwas Leben in die Bude. Thomas Freudenstein, der zuvor blass blieb, sorgte mit zwei präzise gezirkelten Freistössen für Gefahr. Beim ersten war TSV-Keeper Löhle zur Stelle, beim zweiten "schnibbelte" der blondhaarige Filigrantechniker den Ball etwas zu genau, zerstörte den Regenschirm eines neben dem Tor stehenden Zuschauers. Und zum dritten Mal Freudenstein. Ein Eckball von der rechten Seite tanzte Sekundenlang auf der Querlatte, bevor die Grün-Weissen klären konnten. Stipe Jevtic vergab dann noch überhastet zwei gute Möglichkeiten, Dirk Otto traf das Lattenkreuz und "Eppi" legte sich mit dem Heiligenröder Speck an. Nach einem eher harmlosen Geschubse schlug Speck Eplinius mit der Hand ins Gesicht, unverständlich die Entscheidung von Schiedsrichter Valentin, der beiden Streithähnen den gelben Karton unter die Nase hielt.

Das Fazit? Drei verdiente Punkte für die Löwen, aber erwärmt hat bestenfalls die letzte halbe Stunde.

Oliver Zehe

Stimmen zum Spiel:

Jörg Müller (Trainer KSV Hessen): "Heiligenrode hat es uns sehr schwer gemacht. In der ersten Halbzeit gab es fast gar keine Torchance, nach der Pause wurde es dann etwas besser. Trotzdem haben wir zu wenig über die Flügel gespielt, es hat kaum Flanken gegeben und viel zu viel Klein-klein. Aber wichtig ist, das wir das Spiel gewonnen haben."