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Souveräner
Sieg nach Blitzstart
Der KSV
Hessen Kassel bleibt in der Bezirkliga weiter
in der Erfolgsspur. Bei der TSG Wellerode
gewannen die Löwen am Sonntagnachmittag
mit 7:0 (4:0). Die Söhrewälder,
die letzte Woche sensationell in Bergshausen
gewonnen hatten, konnten am Ende froh sein,
nicht noch höher verloren zu haben.
Nach dem
Spiel konnte KSV-Coach Jörg Müller
so richtig zufrieden dreinschauen. Anders
als in der Vorwoche gegen den SV Türkgücü,
dominierte der KSV diesmal über die kompletten
neunzig Minuten. Während die Türken
Freudenstein und Co in der zweiten Halbzeit
teilweise zerpflückten, mußte diesmal
kein KSV-Fan um den Sieg zittern. Am Ende
schaukelte man das 7:0 ganz komfortabel nach
Hause. Übermäßig verausgabt
hat sich dabei keiner, weitere Tore gegen
einen hoffnungslos überforderten Gegner
wären durchaus möglich gewesen.
Der KSV
legte los wie die Feuerwehr. Es wurde früh
gestört, den Söhrewäldern gleich
von Anfang an der Schneid abgekauft. Und das
Bällchen lief richtig gut. Wie Blitzschläge
rauschten die Angriffe durch die überforderte
Verteidigung der TSG. Dritte Minute, Freistoß
durch Thomas Freudenstein. Gefühlvoll
zirkelt der Landwirtssohn aus Maden die Lederkugel
auf den Kopf von Terry Scott - 1:0. Der 40
jährige Brite spielte diesmal übrigens
Libero und das, insbesondere in Halbzeit eins,
mit sehr viel Übersicht. Scott schaltete
sich immer wieder ins Offensivspiel ein, war
ständig anspielbereit und sehr lauffreudig.
Wellerode
wie das Kaninchen vor der Schlange, sie wurden
in der Anfangsphase vom KSV geradezu überrollt.
Achte Minute, Lienhops plazierte Flanke von
der rechten Außenbahn drückt Nico
Radler per Kopf ins Netz - 2:0. Und es gab
weitere Möglichkeiten. Nur zwei Minuten
später herrschte nach einer Freudenstein-Ecke
Chaos in der TSG-Abwehr, der Ball wurde jedoch
auf der Torlinie noch weggebolzt, Rettung
in letzter Sekunde. 13. Minute - wieder lag
der Ball nach einem Lienhop-Schuß auf
der Torlinie, wieder kamen die Schwarz-Roten
ungeschoren davon. Danach verflachte das Spiel.
Der KSV drosselte das Tempo, Wellerode konnte
erst einmal Luft holen, ohne das man auch
nur einen gescheiten Angriff zustande brachte.
Anders die Löwen. Nach 35 Minuten grätscht
Joachim Daum in einen weiten Ball von Zuschlag
- 3:0. In der 39. Minute Tor Nummer Vier.
Nach einer Freudenstein-Ecke bekommt Wellerode
den Ball nicht aus der Abwehr, Andre Zuschlag
reagiert am schnellsten - 4:0, das war dann
auch der Stand zur Halbzeit.
Im zweiten
Durchgang ging das fröhliche Toreschießen
weiter. Nils Lienhop 5:0, Nico Radler 6:0
und Gerrit Wolf, der mehr kann als er zeigte,
mit dem 7:0. Und abgesehen von den Toren gab
es noch einige Hochkaräter. Scott, Lienhop
und Freudenstein vergaben ein noch höheres
Schlußresultat, die Chancen für
ein Total-Debakel der Söhre-Mannschaft
waren zahlreich vorhanden.
Was gibt
es als Fazit zu vermelden? Es dürfte
auch in der Bezirksliga schwer sein, den KSV
zu schlagen. Nicht zu vergessen: Wichtige
Spieler wie Mario Schäfer, Breuer, Jevtic,
Otto, Stieler oder Albert fehlten in Wellerode,
waren verletzt oder krank. Aber auch ohne
sie - spielt der Rest weiter so konzentriert,
dann dürfte Jörg Müller noch
häufig so zufrieden gucken wie nach dem
Schlußpfiff in der Söhrewald- kampfbahn.
Oliver Zehe
Stimme zum
Spiel:
Jörg
Müller (Trainer KSV Hessen): "Mit
dem Spiel bin ich sehr zufrieden. Der Sieg
war standesgemäß, durch unser frühes
Pressing kam der Gegner nicht ins Spiel. Besonders
froh bin ich darüber, dass wir endlich
zu Null gespielt haben und das wir unser Tempo
über neunzig Minuten durchgehalten haben.
Ich habe in den letzten Tagen das Training
dosiert, nachdem die Mannschaft letzte Woche
gegen Türkgücü kräftemäßig
etwas eingebrochen ist." |