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Bezirksliga 1999/00, 2. Spieltag

TSG Wellerode - KSV Hessen Kassel

0:7 (0:4)

Sonntag, 15.08.1999
Wellerode

TSG Wellerode
KSV Hessen Kassel
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Trainer: -
Trainer: Jörg Müller
Spielstatistik
Tore: 0:1 Scott (3.), 0:2 Radler (9.), 0:3 Daum (35.), 0:4 Zuschlag (39.), 0:5 Lienhop (47.), 0:6 Radler (60.), 0:7 Wolf (84.) - Schiedsrichter: Bernhardt (Grebenstein) - Zuschauer: 1.000
Spielbericht

Souveräner Sieg nach Blitzstart

Der KSV Hessen Kassel bleibt in der Bezirkliga weiter in der Erfolgsspur. Bei der TSG Wellerode gewannen die Löwen am Sonntagnachmittag mit 7:0 (4:0). Die Söhrewälder, die letzte Woche sensationell in Bergshausen gewonnen hatten, konnten am Ende froh sein, nicht noch höher verloren zu haben.

Nach dem Spiel konnte KSV-Coach Jörg Müller so richtig zufrieden dreinschauen. Anders als in der Vorwoche gegen den SV Türkgücü, dominierte der KSV diesmal über die kompletten neunzig Minuten. Während die Türken Freudenstein und Co in der zweiten Halbzeit teilweise zerpflückten, mußte diesmal kein KSV-Fan um den Sieg zittern. Am Ende schaukelte man das 7:0 ganz komfortabel nach Hause. Übermäßig verausgabt hat sich dabei keiner, weitere Tore gegen einen hoffnungslos überforderten Gegner wären durchaus möglich gewesen.

Der KSV legte los wie die Feuerwehr. Es wurde früh gestört, den Söhrewäldern gleich von Anfang an der Schneid abgekauft. Und das Bällchen lief richtig gut. Wie Blitzschläge rauschten die Angriffe durch die überforderte Verteidigung der TSG. Dritte Minute, Freistoß durch Thomas Freudenstein. Gefühlvoll zirkelt der Landwirtssohn aus Maden die Lederkugel auf den Kopf von Terry Scott - 1:0. Der 40 jährige Brite spielte diesmal übrigens Libero und das, insbesondere in Halbzeit eins, mit sehr viel Übersicht. Scott schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein, war ständig anspielbereit und sehr lauffreudig.

Wellerode wie das Kaninchen vor der Schlange, sie wurden in der Anfangsphase vom KSV geradezu überrollt. Achte Minute, Lienhops plazierte Flanke von der rechten Außenbahn drückt Nico Radler per Kopf ins Netz - 2:0. Und es gab weitere Möglichkeiten. Nur zwei Minuten später herrschte nach einer Freudenstein-Ecke Chaos in der TSG-Abwehr, der Ball wurde jedoch auf der Torlinie noch weggebolzt, Rettung in letzter Sekunde. 13. Minute - wieder lag der Ball nach einem Lienhop-Schuß auf der Torlinie, wieder kamen die Schwarz-Roten ungeschoren davon. Danach verflachte das Spiel. Der KSV drosselte das Tempo, Wellerode konnte erst einmal Luft holen, ohne das man auch nur einen gescheiten Angriff zustande brachte. Anders die Löwen. Nach 35 Minuten grätscht Joachim Daum in einen weiten Ball von Zuschlag - 3:0. In der 39. Minute Tor Nummer Vier. Nach einer Freudenstein-Ecke bekommt Wellerode den Ball nicht aus der Abwehr, Andre Zuschlag reagiert am schnellsten - 4:0, das war dann auch der Stand zur Halbzeit.

Im zweiten Durchgang ging das fröhliche Toreschießen weiter. Nils Lienhop 5:0, Nico Radler 6:0 und Gerrit Wolf, der mehr kann als er zeigte, mit dem 7:0. Und abgesehen von den Toren gab es noch einige Hochkaräter. Scott, Lienhop und Freudenstein vergaben ein noch höheres Schlußresultat, die Chancen für ein Total-Debakel der Söhre-Mannschaft waren zahlreich vorhanden.

Was gibt es als Fazit zu vermelden? Es dürfte auch in der Bezirksliga schwer sein, den KSV zu schlagen. Nicht zu vergessen: Wichtige Spieler wie Mario Schäfer, Breuer, Jevtic, Otto, Stieler oder Albert fehlten in Wellerode, waren verletzt oder krank. Aber auch ohne sie - spielt der Rest weiter so konzentriert, dann dürfte Jörg Müller noch häufig so zufrieden gucken wie nach dem Schlußpfiff in der Söhrewald- kampfbahn.

Oliver Zehe

Stimme zum Spiel:

Jörg Müller (Trainer KSV Hessen): "Mit dem Spiel bin ich sehr zufrieden. Der Sieg war standesgemäß, durch unser frühes Pressing kam der Gegner nicht ins Spiel. Besonders froh bin ich darüber, dass wir endlich zu Null gespielt haben und das wir unser Tempo über neunzig Minuten durchgehalten haben. Ich habe in den letzten Tagen das Training dosiert, nachdem die Mannschaft letzte Woche gegen Türkgücü kräftemäßig etwas eingebrochen ist."