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<<< 33. Spieltag
Oberliga Hessen 1990/91, 34. Spieltag

SpVgg 05 Bad Homburg - KSV Hessen Kassel

0:1 (0:0)

Samstag, 11.05.1991
Sandelmühle Homburg

SpVgg 05 Bad Homburg
KSV Hessen Kassel
Croonen
Fruck
Neumann

Ossenbrink (75. Traband)

Chotechowsky (46. Ziegler)
Pasqualotto
Gärtner
Gorges
Pistauer
Müller
Michael Rexroth
Trainer: Herbert Schäty
Spielstatistik

Tor: 0:1 T. Schmidt (68.) - Schiedsrichter: Röder (Hainstadt) - Zuschauer: 2.000

Spielbericht

Thomale: "Wir haben meisterlich gekämpft"

Die Kasseler Kabine glich nach dem Abpfiff einem Tollhaus. Der Sekt floß, und allen voran Trainer Thomale wurde kräftig naßgespritzt. Lautstarke Siegessongs wurden angestimmt. "Nie wieder Oberliga", tönte es freudentrunken.

Thomale nahm nur anfangs an der feucht-fröhlichen Feier teil, weil er gleich serienweise Interviews geben mußte. Das Fazit, daß er im Blick auf die zurückliegenden 90 Minuten zog, war ehrlich und zutreffend: "Wir haben nicht meisterlich gespielt, aber meisterlich gekämpft." Als der Abpfiff ertönte und Klassenleiter Schade dem Meister inmitten der jubelnden Menge zum Titelgewinn gratulierte, war der Erfolg des KSV Hessen hochverdient, denn Bad Homburg konnte nur in der ersten halben Stunde mithalten. Ein Solo von Müller, ein Freitsoß von Choteschovsky und ein tückischer Distanzschuß von Rexroth hätten in dieser Phase die Führung der Gastgeber bedeuten können, doch Torhüter Zeljko war jeweils zur Stelle. Genausogut hätten die Gäste alles frühzeitig klarmachen können, denn schon beim ersten Angriff prallte ein Kopfball von Kistner vom auf der Linie stehenden Drube zurück ins Feld.

Nach dem Wechsel waren die Platzherren praktisch chancenlos, die Überlegenheit der Kasseler wurde immer größer. Der überall auftauchende Libero Drube, Thomas Schmidt, Schnell und Freudenstein waren die Antreiber. Lange hielt die Abwehr der Bad Homburger mit dem vorzüglichen Torwart Croonen an der Spitze dem gegnerischen Druck stand. Nach einer Ecke von Freudenstein war aber auch Croonen machtlos: Ein gleichermaßen placierter wie scharfer Kopfball von Thomas Schmidt landete im Netz. Kistner und Drube scheiterten danach mit weiteren hochkarätigen Chancen. Bad Homburg, dem Nachbar Rot-Weiß im Falle eines Sieges angeblich großzügige Konditionen bei den Freigabe-Verhandlungen für die vom Brentanobad an die Sandelmühle wechselnden Borkenhagen und Finkbeiner versprochen hatte, brachte die Gäste nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Harald Stenger (Frankfurter Rundschau)