Jörg Berger
bleibt beim KSV Hessen
Jörg Berger bleibt!
Noch vor der Partie in Aachen hat der
Trainer des KSV Hessen seinen Vertrag
um ein Jahr verlängert. „Zunächst
per Handschlag”, erklärte Spielausschuß-Chef
Horst Flöck, und konkretisierte:
„Das ist in dieser Branche üblich.
Der Kontrakt liegt zur Unterschrift bereit.”
Von der Vertragsverlängerung
erfuhr die Mannschaft gestern beim Mittagessen
in ihrem Aachener Quartier. Vier Kilometer
vom Stadtrand entfernt, im Hotel "Alte
Mühle", gab Flöck bekannt,
daß der alte auch der neue Trainer
ist.
Der Verein hat damit
einen weiteren wichtigen Mosaikstein in
das neue Saison-Konzept eingesetzt. „Wir
bleiben unserem Weg treu, der Kontinuität
heißt. Aber das Paket ist noch nicht
fertig, das wir schnüren”,
erläuterte Flöck. Das heißt
im Klartext: Da bisher erst 14 Akteure
für die neue Serie unter Vertrag
stehen, werden zur Zeit intensiv Gespräche
mit Spielern geführt. Dabei sollen
demnächst auch Kontakte zum Leverkusener
Abwehrspieler Dirk Schlegel hergestellt
werden.
Jörg Berger, der
1983 vom Bundesligisten Fortuna Düsseldorf
zum KSV Hessen gewechselt war, hatte Angebote
von verschiedenen Klubs vorliegen, darunter
auch aus dem Ausland. Flöck: „Klar,
daß ein Trainer des Zweitliga-Spitzenreiters
auch für Erstliga-Vereine interessant
ist.”
Der 40jährige ehemalige
DDR-Coach, der sich 1978 während
eines Freundschaftsspiels seiner „U-21”-Mannschaft
in Jugoslawien in die Bundesrepublik abgesetzt
hat und über die Stationen Frankfurt,
Darmstadt, Ulm und Düsseldorf nach
Kassel kam, hofft, daß er noch in
dieser Saison sein größtes
sportliches Ziel erreicht: „Ich
möchte wieder in die Bundesliga,
und zwar mit dem KSV Hessen.”
Geht dieser Wunsch in
Erfüllung, winkt Trainer und Mannschaft
eine fette Prämie. „Sie liegt
höher als diejenige Summe, die Hannover
96 seinen Spielern in Aussicht gestellt
hat”, teilte Flöck mit. Hannover
96 schüttet bei einem Aufstieg 8
000 Mark pro Spieler aus.
Günter Grabs (HNA-Sportredaktion,
30.03.1985)