KSV
Hessen benötigt noch drei Punkte zum
Aufstieg
Die Frage, ob die „Löwen”
den „1:2-Derby-Schock” von Baunatal
verkraftet haben würden, beantworteten
die Schützlinge von Rudi Kröner
zumindest in den ersten 42 Minuten positiv.
Zwar verlief der Auftakt so gar nicht nach
dem Geschmack der 2800 Zuschauer, denn Göttmann
nutzte eine Fahrlässigkeit von Damerau
nach nur 180 Sekunden zur überraschenden
Gästeführung, doch dieser „Warnschuß
vor den Bug” sollte sich diesmal heilsam
auf die Spielweise der „Hessen”
auswirken.
Über bedingungslose
Einsatzbereitschaft fanden die Gastgeber schnell
zu ihrer Linie, indem sie druckvoll aus dem
Mittelfeld operierten und mit ihrem variablen
Angriffsspiel die Abwehr um Libero Prohasky
von einer Verlegenheit in die andere stürzten.
Dabei verstanden es Kott, Frohnapfel und Hofmann
immer wieder, die sich ständig anbietenden
Hampl, Grau und Zaczyk in Position zu bringen,
wobei es den Stürmern gelang, sowohl
über die Flügel als auch durch die
Mitte zahlreiche Lücken in die teilweise
mit zehn Mann verteidigenden Höchster
Reihen zu reißen.
Nach 19 Minuten konnte der
zuverlässig haltende Torhüter Mitter
den Ausgleich durch Hofmann ebensowenig verhindern
wie wenig später Hampls Freistoß-Nachschuß
mit dem „falschen” rechten Fuß
zum 2:1 sowie Zaczyks abgefälschten „Hammer”
zum 3:1, nachdem Hofmann per Kopf nur den
Pfosten getroffen hatte. Das Gebälk stellte
sich später auch noch bei Schüssen
von Zaczyk (42.) und Lenz (45.) in den Weg.
Warum die KSV-Herrlichkeit
im zweiten, an Höhepunkten, armen Durchgang
keine Fortsetzung fand, erklärte Rudi
Kröner: „Jeder wollte für
sich glänzen, so daß das schnelle,
direkte Spiel mit Doppelpässen der ersten
Hälfte darunter leiden mußte. Zudem
haben wir es versäumt, mit dem Wind im
Rücken mehr aus der zweiten Reihe zu
schießen!”
Dennoch geriet der Erfolg
gegen die harmlosen, mit vielen technischen
Mängeln behafteten Gäste, in keiner
Phase in Gefahr, auch wenn die KSV-Verteidiger
bei einigen Konter Unsicherheiten nicht verbergen
konnten und durch falsch verstandenen Offensivgeist
ihren Kollegen den ohnehin schon arg bevölkerten
Raum nahmen. Den versöhnlichen Schlußpunkt
setzte Frohnapfel mit einem plazierten Schuß
zum hochverdienten 4:1-Endstand.
Michael Mischet (HNA-Sportredaktion) |