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<<< 30. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 31. Spieltag

KSV Hessen Kassel - SG Hoechst

4:1 (3:1)

Samstag, 19.04.1980
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
SG Hoechst
Mitter
Prohasky
Döringer
Amon
Jamin
Litzinger (65. Launhardt)
Niederschlag
Wagner
Lenz
Göttmann
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 0:1 Göttmann (3.), 1:1 Hofmann (19.), 2:1 Hampl (30.), 3:1 Zaczyk (40.), 4:1 Frohnapfel (87.) - Ecken: 17:1 - 10-Minuten-Strafe: Abbe (34.) - Schiedsrichter: Baumann (Eschenstruth) - Zuschauer: 2.800
Spielbericht

KSV Hessen benötigt noch drei Punkte zum Aufstieg

Die Frage, ob die „Löwen” den „1:2-Derby-Schock” von Baunatal verkraftet haben würden, beantworteten die Schützlinge von Rudi Kröner zumindest in den ersten 42 Minuten positiv. Zwar verlief der Auftakt so gar nicht nach dem Geschmack der 2800 Zuschauer, denn Göttmann nutzte eine Fahrlässigkeit von Damerau nach nur 180 Sekunden zur überraschenden Gästeführung, doch dieser „Warnschuß vor den Bug” sollte sich diesmal heilsam auf die Spielweise der „Hessen” auswirken.

Über bedingungslose Einsatzbereitschaft fanden die Gastgeber schnell zu ihrer Linie, indem sie druckvoll aus dem Mittelfeld operierten und mit ihrem variablen Angriffsspiel die Abwehr um Libero Prohasky von einer Verlegenheit in die andere stürzten. Dabei verstanden es Kott, Frohnapfel und Hofmann immer wieder, die sich ständig anbietenden Hampl, Grau und Zaczyk in Position zu bringen, wobei es den Stürmern gelang, sowohl über die Flügel als auch durch die Mitte zahlreiche Lücken in die teilweise mit zehn Mann verteidigenden Höchster Reihen zu reißen.

Nach 19 Minuten konnte der zuverlässig haltende Torhüter Mitter den Ausgleich durch Hofmann ebensowenig verhindern wie wenig später Hampls Freistoß-Nachschuß mit dem „falschen” rechten Fuß zum 2:1 sowie Zaczyks abgefälschten „Hammer” zum 3:1, nachdem Hofmann per Kopf nur den Pfosten getroffen hatte. Das Gebälk stellte sich später auch noch bei Schüssen von Zaczyk (42.) und Lenz (45.) in den Weg.

Warum die KSV-Herrlichkeit im zweiten, an Höhepunkten, armen Durchgang keine Fortsetzung fand, erklärte Rudi Kröner: „Jeder wollte für sich glänzen, so daß das schnelle, direkte Spiel mit Doppelpässen der ersten Hälfte darunter leiden mußte. Zudem haben wir es versäumt, mit dem Wind im Rücken mehr aus der zweiten Reihe zu schießen!”

Dennoch geriet der Erfolg gegen die harmlosen, mit vielen technischen Mängeln behafteten Gäste, in keiner Phase in Gefahr, auch wenn die KSV-Verteidiger bei einigen Konter Unsicherheiten nicht verbergen konnten und durch falsch verstandenen Offensivgeist ihren Kollegen den ohnehin schon arg bevölkerten Raum nahmen. Den versöhnlichen Schlußpunkt setzte Frohnapfel mit einem plazierten Schuß zum hochverdienten 4:1-Endstand.

Michael Mischet (HNA-Sportredaktion)