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<<< 27. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 28. Spieltag

Eintracht Frankfurt Am. - KSV Hessen Kassel

2:3 (0:1)

Sonntag, 23.03.1980
Riederwald Frankfurt

Eintracht Frankfurt Amateure
KSV Hessen Kassel
Ralf Raps
Peter Reichel
Uwe Weigert (79. Nüchtern)
Werner
Helmut Müller (54. Plattek)
Lalic
Claus-Peter Zick
Michael Blättel
Norbert Otto
Christian Peukert
Michael Künast
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 0:1 Hofmann (9.), 1:1 Otto (58.), 1:2 Hampl (73.), 1:3 Kott (78.), 2:3 Blättel (86.) - Schiedsrichter: Stegner (Neustadt) - Zuschauer: 1.000
Spielbericht

Ein Spiel voll Rasse und Klasse

Mit zwei Bussen und zahlreichen Pkw war sie angereist, die große Anhängerschar des KSV Hessen! 1000 Zuschauer (Saisonrekord) bevölkerten den Frankfurter Riederwald, wo die Fans aus Nordhessen ihren KSV auch beim Favoritenschreck dieser Saison siegen sahen. Die zahlreichen Kasseler Schlachtenbummler wurden für die weite Reise mit einem echten Oberliga-Schlager belohnt! Sie sahen ein Spiel, das an Rasse und Klasse bis zur Schlußminute kaum noch zu überbieten war.

Der KSV war in der ersten halben Stunde die klar tonangebende Mannschaft. Erst dann kamen die Eintrachtler mit den agilen Stürmern des KSV Hessen halbwegs zurecht. Libero Reichel behielt einigermaßen die Übersicht. Seine durch den frühen Führungstreffer völlig konfusen Nebenleute konnte er allerdings nicht mehr in geordnete Bahnen lenken. So katte Müller bis zu seiner Auswechslung Schwierigkeiten mit Hofmann, der zunächst als Doppelspitze zusammen mit Hampl begonnen hatte sich aber später geschickt zurückfallen ließ.

Gefährlich bis zum Schluß blieb auch Hampl, gegen den Werner als Vorstopper zwar einen recht guten Eindruck hinterließ, doch bei Hampls harten Fernschüssen kaum einmal zur Stelle war.

Dreh- und Angelpunkt des KSV-Spiels: Klaus Zaczyk. Was er an Laufpensum erledigte, war von kaum einem anderen Spieler auf dem Platz zu überbieten. Seine weiten Pässe, mit denen er immer wieder das Mittelfeld überbrückte und so tiefe Löcher beim Gegner aufriß, rissen die begeisterten Zuschauer immer wieder zu Beifall hin.

Zu den großen Läufern des Spiels zählte auch Frohnapfel, der sich völlig verausgabte und schließlich gegen Nebe ausgetauscht wurde. Bis dahin hatte er nicht nur seine Aufgabe gegen Künast zufriedenstellend gelöst, sondern überdies noch viel für den Spielaufbau getan.

Nach dem Ausgleich "öffneten" die Nordhessen ihre Abwehr und stürmten mit fast allen Spielern in Richtung Frankfurter Tor. Diese Sturm- und Drangzeit wurde mit zwei Treffern zum 1:3 belohnt.

Rudi Kröner nach dem Schlußpfiff: „Sicher bin ich froh, daß wir beide Punkte geholt haben, aber es ist mir unbegreiflich, wie man so viele Torchancen vergeben kann." Hampl, Zaczyk, Horch und Frohnapfel hätten ohne Schwierigkeiten sogar für ein zweistelliges Ergebnis sorgen können, doch sie scheiterten immer wieder an Torhüter Raps, der stets ein sicherer Rückhalt war, oder sie schauen nur knapp am Frankfurter Gehäuse vorbei.

Walter Lücker (HNA-Sportredaktion)