"Löwen"
mit Tempospiel zum Torrausch
"Rudi, laß die
Löwen 'raus" sangen die etwa 300
KSV-Anhänger vor Beginn des schweren
Spiels beim "Nordhessenschreck"
Viktoria Griesheim. Wie die "Löwen"
kämpfen mußte eine Stunde lang
der Spitzenreiter, bevor die schier unüberwindliche
Abwehr der Südhessen sturmreif geschossen
wurde.
Schon in der ersten Halbzeit
war es praktisch ein Spiel auf ein Tor. Der
KSV zog gegen die zumeist mit neun Mann verteidigenden
Platzherren ein wahres Powerplay auf. Mit
Tempospiel und Positionswechsel versuchte
er, der Viktoria-Abwehr Kraft und Luft zu
nehmen.
Bis zur Pause wäre
eine klare Kasseler Führung verdient
gewesen. Die besten Möglichkeiten hierzu
hatten Hampl und Zaczyk. Sie scheiterten aber
an Kriechbaum, der für den erkrankten
Steinmetz das Griesheimer Tor hütete.
Gerade als sich die Südhessen vom Kasseler
Dauerdruck etwas befreien konnten und selbst
einige gefährliche Situationen vor Siewert
heraufbeschworen, gelang dem KSV das vorentscheidende
1:0. Einen Schuß vom Hampl lenkte Vorstopper
Lachmann ins eigene Tor.
Blitzschnell nutzte der
KSV nun den Schock bei den Griesheimern. Der
gerade erst eingewechselte Hofmann sowie Kott
setzten sich entschlossen durch und bezwangen
Kriechbaum mit plazierten Schüssen.
Nachdem Hofmann zwei weitere
gute Möglichkeiten des in der Folge geradezu
"explodierenden" Kasseler Angriffs
ausgelassen hatte, krönte Hampl seine
hervorragende Leistung mit dem 4:0, als er
einen 40 m-Musterpaß von Kott annahm
und ins lange Eck schoß. Und dann war
es Kott selbst, der mit einem phantastischen
25 m-Schuß ins Lattenkreuz den Schlußstrich
unter die ausgezeichnete Mannschaftsleistung
des KSV zog.
Trainer Rudi Kröner
nach Spielschluß: „Das war unser
bisher bestes Auswärtsspiel in dieser
Saison. Wir waren in jeder Beziehung die bessere
Mannschaft. Mit diesem glänzenden Sieg
haben wir für das Schlagerpiel gegen
Bergshausen selbst die beste Werbung für
uns gemacht.”
Erwin Erb (HNA-Sportredaktion) |