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<<< 24. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 25. Spieltag

VfB Gießen - KSV Hessen Kassel

3:5 (1:2)

Samstag, 01.03.1980
Waldstadion Gießen

VfB Gießen
KSV Hessen Kassel
Werner
Wegmann
Gänssler
Müller
Henn
Emrich
Well
Preuß (75. Jäger)
Pörschke
Wagner
Firle (75. Pfeiffer)
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 0:1 Frohnapfel (5.), 1:1 Firle (8.), 1:2 Sturm (11., Foulelfmeter), 2:2 Henn (54.), 2:3 Horch (56.), 2:4 Zaczyk (58.), 2:5 Horch (68.), 3:5 Wagner (76., Foulelfmeter) - Ecken: 11:9 - Schiedsrichter: Röder (Lämmerspiel) - Zuschauer: 1.300
Spielbericht

Hartes Stück Arbeit - aber stets Herr im Haus

Aus einem Spaziergang ins Gießener Waldstadion wurde nichts. Der KSV Hessen mußte auf seiner dornenreichen, holperigen Kletterpartie ein hartes Stück Arbeit verrichten, ehe als Lohn der Mühsal haargenau der 5:3-Sieg heraussprang, den die „Löwen” auch schon im Hinspiel errungen hatten.

Dennoch bestand vor der Gießener Rekordkulisse von 1300 Zuschauern (Schnitt ansonsten 450) nie ein Zweifel darüber, wer Herr im Haus war: Das imponierend lauf- und spielfreudige Mittelfeld-Trio Frohnapfel/Kott/Grau legte durch seinen gewaltigen Tatendrang den Grundstein dafür, daß auswärts erstmals fünf Tore erzielt wurden. Zudem schaltete sich der diesmal alle überragende Horch immer wieder in das eigene Angriffsspiel ein. Der Libero krönte seine Prachtleistung mit zwei herrlichen Treffern, wobei sein zweiter (zum 2:5) ohne weiteres in die Kategorie der „Traumtore” eingereiht werden kann.

Trotz des nie gefährdeten Sieges geben die drei Gegentreffer zu denken, die erneut bewiesen, daß die Abwehr noch recht anfällig ist. "Damerau und Hüter haben Wagner und Firle heute nie richtig in den Griff bekommen", übte KSV-Trainer Rudi Kröner Kritik an den beiden blonden Abwehrspielern. "Außerdem gibt es noch zu viele Schwächen im Kopfballspiel", machte Kröner auf eine weitere Misere in der KSV-Abwehr aufmerksam.

Insgesamt überwog jedoch das Positive: Der KSV Hessen fightet endlich auch auswärts einmal dort clever zurück, wo der Gastgeber mit kämpferischen Mitteln die technische Überlegenheit des KSV auszugleichen versucht. Hampl und Zaczyk sind Musterbeispiele für diesen "Wandel" im KSV-Stil, denn beiden war kein Weg zu weit, kein Paß zu steil.

Greif zog sich Mitte der ersten Halbzeit eine Verletzung zu, die ihn in seinen Aktionen sichtlich hinderte. "Ein Oberligaspieler muß sich auch einmal mit einer kleinen Verletzung durchschleppen können", begründete Kröner sein Festhalten am Herner Neuzugang. Der 31jährige Linksfüßer leistete die Vorarbeit zu Frohnapfels spektakulärem Kopfball-Tor und war auch an der Traumkombination mit Hampl beteiligt, die zum 2:4 durch Zaczyk führte. Aber: Was Spritzigkeit und Schnelligkeit betrifft, hat Greif noch einen großen Nachholbedarf!

Günter Grabs (HNA-Sportredaktion)