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<<< 23. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 24. Spieltag

KSV Hessen Kassel - FC Stb. Heppenheim

5:1 (2:1)

Samstag, 23.02.1980
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
FC Stb. Heppenheim
Götte
Stadtmüller
Horchler
Geler
Guth
Keilmann
Stattler
Augustin
Knapp (74. Hebel)
Lampert (59. Schlüssler)
Kraus
Trainer: Walter Böse
Spielstatistik
Tore: 1:0 Kott (7.), 2:0 Horch (20.), 2:1 Kraus (26.), 3:1 Hampl (74.), 4:1 Hofmann (77.), 5:1 Zaczyk (80.) - Gelbe Karten: Damerau - Geler - Schiedsrichter: Boos (Kronberg) - Zuschauer: 4.000
Spielbericht

Bombenstart, Ebbe, tolle 7 Minuten

Ein furioser Start, der zu einer 2:0-Führung bis zur 20. Minute führte, und tolle sieben Minuten, in denen die gefährdete 2:1-Führung auf 5:1 ausgebaut wurde, demontierten Walter Böses FC "Starkenburgia", der - auch ohne den für die Hessenauswahl abgestellten Libero Schopen und das etatmäßige Außenverteidigerpaar - ein härterer Gegner war als der glatte Endstand vermuten läßt.

Ein placierter Flachschuß von Edi Kott (7.) aus 15. Meter Entfernung und eine "Koproduktion" von Greif (Flanke), Hampl (Kopfball) und Horch ("Abstauber") dicht vor der Torlinie brachten das 2:0, das eine Deklassierung der Gäste erwarten ließ. Aber nach dem Anschlußtor von Kraus (26.) kam die "Midlife-Crisis" der Hessen, das schwache halbe Stündchen, während dem viele unnötige Fouls (Hüter, Damerau) und risikoreiches Spiel (Damerau, dessen ungezügelter Offensivdrang letzten Endes zum Tor des Gegners führte!) die Freude an dem schwungvollen Auftakt trübten.

Die 62. Minute brachte den Umschwung: eben noch hatte der zähe Zaczyk-Bewacher Sattler nach einem Musterpaß von Kraus am Torraumeck über den Ball gesäbelt, da wechselte Hessen-Trainer Rudi Kröner Nebe ("als Stimmungsmacher in dieser kritischen Phase" so Kröner nach dem Spiel) für den doch noch „lahmenden” Greif ein, der allerdings mit seinem Einsatz im Angriffszentrum zumindest Raum für Hampl geschafft hatte, den dieser trotz bandagierten Knies nach der Verletzung im Spiel gegen Mönchengladbach in einer kämpferisch vorbildlichen Partie nutzte.

Zaczyk - endlich aus dem Schatten seines Bewachers Sattler entwichen – war nun der Dreh- und Angelpunkt während des großartigen Zwischenspurts, der den letzten Endes hoch verdienten Sieg sicherte: Hampl drückte den Ball nach Zaczyks Flankenlauf am linken Flügel und flacher Hereingabe zum 3:1 ein – die Verkrampfung löste sich augenblicklich! Zu Hofmanns placierten Kopfball drei Minuten später lieferte der KSV-Senior wiederum die Flanke und drosch dann das Leder volley in die Maschen, als sich der erst in der 74. Minute eingewechselte Hofmann mit einer Musterflanke bedankte.

Walter Böse, der Gasttrainer, sieht die Hessen „auf dem Weg in die 2. Liga". In dem glücklichen Ausgang der schon verloren geglaubten Partie gegen Hanau 93 (3:2 nach 0:2 in den letzten Minuten) sieht Walter Böse das Erfolgserlebnis der Hessen, das ihnen den Schlüssel zum Tor in die 2. Bundesliga in die Hand gegeben hat.

Herbert Peiler (HNA-Sportredaktion, 23.02.1980)