Hofmann
per Kopf - das waren beide Punkte
Trainer Rudi Kröner
hatte es voraus geahnt, daß es kein
Spaziergang zu den Sindlingern werden würde.
So war er nur mit der zweiten Halbzeit seiner
Elf zufrieden und zollte der Viktoria großes
Lob, die immer wieder mit drei Sturmspitzen
den Nordhessen das Leben schwer machte.
Vom Angriff der Kasseler
war lange wenig zu sehen. Nebe wurde hautnah
von Seil bewacht. Hampl, als mittlere Sturmspitze,
ging es gegen Schubert nicht viel besser,
und von Grau sah man bis auf einen Lattentreffer
nicht viel. Kott lieferte sich mit Mosig ein
unentschiedenes Duell im Mittelfeld, wo auch
Zaczyk viel Arbeit mit Kratz hatte, und daher
kaum zu einem geordneten Spielaufbau kam.
Der Sindlinger Cavus war bester Mann im Mittelfeld
und machte Sturm das Leben ebenfalls schwer.
Durch viele Abspielfehler
auf beiden Seiten bewegte sich das Spiel lange
nur im Mittelfeld, ehe Vofrei einmal zupakken
mußte, als Wirth gefährlich köpfte.
Das war nach einer halben Stunde die erste
Chance überhaupt, und in der 44. Minute
hatte der KSV Glück, als Wirth freistehend
aus der Drehung über das Tor schoß.
Trotzdem gehörte sein Bewacher Damerau
zu den Besten seiner Elf, der durch seine
Vorstöße meist für große
Gefahr sorgte. Aber Sindlingens Deckungstand
der, des KSV Hessen in nichts nach.
Kröner stellte anfangs
der zweiten Hälfte um, und durch Zaczyk
in der Mitte und Hampl auf der Außenposition
bekam der KSV ein leichtes Übergewicht,
ohne allerdings zu überzeugen. Und so
war es kein Wunder, daß der nach vorn
gestürmte Außenverteidiger Hofmann
den Siegreffer erzielte. Sein Schuß
lenkte Torhüter Göbel an die Latte,
und den Abpraller vollstreckte er per Kopf.
Dann bangten die Kasseler
die letzten zehn Minuten um den Sieg, als
die Sindlinger alles auf eine Karte setzten,
aber an der überragenden Deckung des
KSV Hessen scheiterten
(HNA-Sportredaktion) |