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<<< 17. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 18. Spieltag

KSV Hessen Kassel - 1. FC Hochstadt

3:0 (1:0)

Samstag, 08.12.1979
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
1. FC Hochstadt
Prischkat
Andretzky
Kluwe
Kuhl
J. Grein
Heckler
M. Grein
Stoppany (24. Böhringer)
Täuber
Schneider
Appl
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 1:0 Frohnapfel (20.), 2:0 Sturm (63., Foulelfmeter), 3:0 Hampl (70.) - Ecken: 17:5 - Besondere Vorkommnisse: Stoppany mußte mit Gehrinerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden; Hochstadt ab 75. Minute nur mit zehn Mann, da J. Grein verletzt ausschied und kein Auswechselspieler zur Verfügung stand - Schiedsrichter: Thomas (Friedewald) - Zuschauer: 2.000
Spielbericht

Hampls Super-Tor setzte Signal zum Sturmlauf

Mit dem trüben Dezember-Nachmittag kehrte der triste Fußball-Alltag beim KSV Hessen ein. Die hochgeschraubten Erwartungen nach der glanzvollen Partie gegen Nürnberg (1:1) realisierten sich nicht. Im Gegenteil: Mehr als eine geschlagene Stunde stampften und stolperten die „Hessen” durch das starre Hochstädter Abwehr-Bollwerk und strapazierten wiederholt die Nerven der Fans.

Es bedurfte nach Prischkats Torwart-Geschenk (zum 1:0) eines aus Hochstädter Sicht überflüssigen Elfmeters (den endlich einmal ein KSVer souverän verwandelte), der Kröner-Truppe den Schuß Mut zu geben, um den ganz auf Defensive eingestellten Gast mit schnellen Kombinationszügen auszumanövrieren. Hampls Super-Tor (22-m-Freistoß) setzte das Signal zu einem ununterbrochenen Sturmlauf, der für viele vorausgegangene Unzulänglichkeiten - auch in puncto Technik! - versöhnte.

Mit seinem Allein-Unterhalter Schneider, der Pech mit einem Pfostenschuß (61.) hatte, stellte der Hochstädter Angriff die KSV-Abwehr vor keine Probleme. Aber schon im Mittelfeld, wo nur Hofmann Spitzenformat verriet, gab es diesmal überraschend viel Leerlauf, denn weder der wiedergenesene, aber zu zaghafte Kempa noch Frohnapfel oder Sturm sorgten für den Druck, der den tapferen Gegner frühzeitig in die Knie hätte zwingen können. Ein alle anderen 24 Akteure überragender Zaczyk ist bei der momentan zu durchsichtig angelegten KSV-Spielweise zu wenig, um dem Ruf der Fans nach einer Toreflut zu folgen.

Horchs Laufpensum und der Versuch des stets anspielbaren Libero, Ideen ins eigene Angriffsspiel zu bringen, müssen gelobt werden. Schneider löste die Aufgabe gegen seine quirligen Hochstädter Namensvetter zufriedenstellend. Stengel brachte neue Impulse ins Angriffsspiel; Nebe sollte seine Schnelligkeit noch mehr ausspielen und ruhig einmal etwas auf eigene Faust riskieren!

Günter Grabs (HNA-Sportredaktion)