Zaczyk
hielt die Fäden in der Hand
"Wir müssen heute
gewinnen, um nicht den Anschluß zu verlieren",
meinte vor dem Spiel KSV-Trainer Rudi Kröner.
Nach 90 Minuten konnte er zufrieden feststellen:
"Wir haben verdient. gewonnen, weil wir
im Angriff die stärkere Mannschaft stellten."
Allerdings war er kritisch genug, nicht zu
übersehen, daß nach dem Anschlußtreffer
im Abwehrbereich einiges durcheinander ging
und der Vorsprung in Gefahr geriet.
Für den Kasseler Coach
war diese Hektik nach einer 2:0-Führung
unverständlich. Die beiden wichtigen
Punkte waren vor allem den Routiniers Grau,
Hampl und Zaczyk zu verdanken. Sie sorgten
in der Anfangsphase für den nötigen
Schwung und schüttelten die Darmstädter
Abwehr durcheinander, andererseits brachten
sie in der nervösen Phase wieder Ruhe
ins Spiel, so daß der Sieg am Ende nie
gefährdet war. Torwart Vofrei, dem Kröner
„auswärts auch einmal eine Chance
geben wollte, begann nervös (fast sieben
Monate kein Punktspiel mehr bestritten!),
steigerte sich aber im Verlauf des Spiels
und rettete zweimal in höchster Not.
Überragend spielten Horch und Zaczyk.
Letzterer verschliß zwei Gegenspieler
und hielt die Fäden fest in der Hand.
Der schönste Lohn für seine glänzende
Leistung: Sein 30-Meter-Schuß nach einer
Stunde, der von Kiekbusch abgefälscht
wurde, bedeutete die Entscheidung.
Hampl und Grau waren in
der ersten halben Stunde von der FCA-Abwehr
kaum zu stoppen. Der junge Bock bekam gegen
Hampl keinen Stich, und Kiekbusch war durch
Zaczyk stets gebunden, so daß dem FCA-Spiel
der Motor fehlte.
Die laufstarken und schnellen
Kasseler griffen schon frühzeitig an
und erstickten so die Angriffs-aktionen der
Platzherren im Keim. Vor allem in der ersten
halben Stunde machten die Nordhessen gehörig
Dampf und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten.
Wilhelm German (HNA-Sportredaktion) |