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<<< 14. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 15. Spieltag

KSV Hessen Kassel - SG Egelsbach

3:1 (1:0)

Samstag, 10.11.1979
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
SG Egelsbach
Elsinger
Schneider
Zorn
Seng
Jakel (73. Gunkelmann)
Zink
Fischer
Lindemann
Wade
Rasch
Staudt
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 1:0 Hofmann (44.), 2:0 Sturm (53.), 3:0 Hampl (55.), 3:1 Rasch (86.) - Ecken: 6:4 - Gelbe Karten: Jakel - Schneider - Schiedsrichter: Klier (Neustadt) - Zuschauer: 2.000
Spielbericht

In elf Minuten drei Tore der Hessen

Es begann, wie die letzten beiden Heimspiele gelaufen waren: der Gast ließ die Hessen kommen und versetzte sie mit Kontern in Angst und Schrekken. Rasch und Staudt wirbelten die Abwehr durch-einander, daß die Zuschauer - der Resignation nahe Beifall auf offener Szene spendeten, wenn die Egelsbacher mit Ruck-Zuck-Kombinationen eine ihrer beiden Spitzen in Position brachten. In diesen ersten 25 Minuten brachte nur der selbstbewußter gewordene Alder Torwart Elsinger zweimal in Verlegenheit.

Aber nach einem „schwachen halben Stündchen” hatte sich die Abwehr freigeschwommen: Schneider wuchs gegen Staudt von Minute zu Minute, lieferte eine feine Partie. Damerau blockte den bulligen Rasch immer besser ab. Das sinn- und ideenlose Hereinschlagen hoher Bälle in den Strafraum wurde aufgegeben, dafür kamen Ideen und Impulse von dem technisch perfekten Zaczyk, es kam Druck von dem kämpferisch starken, aufgrund der Egelsbacher Beschränkung auf zwei Stürmer zum zweiten Libero avancierten Hofmann, und Horch fand das rechte Maß von Torsicherung und Spiel-aufbau.

Vier Minuten vor Halbzeit rettete Zink zwar noch bei Alders Schuß auf der Linie, kurz vor dem Pausenpfiff aber wuchtete Hofmann einen von Zaczyk hereingegebenen Freißstoß zum psychologisch so wichtigem Führungstor ins Netz.

Zwei Tore, wahre Raritäten in ihrer Art, entschieden die Partie zwischen der 53. und 55. Minute. Sturm, der den Wirbelwind Wade zu beschatten hatte, drosch bei einem Vorstoß am linken Flügel den Ball aus spitzem Winkel mit dem rechten Außenrist (!) unters Tordach - allen ballistischen Gesetzen zum Trotz - und gleich darauf „übersah” Hampl, der sich das Leder gegen Staudt im Mittelfeld erkämpft hatte, beim 2 gegen 1-Konter gegen den letzten Mann der Egelsbacher den mitgelaufenen Alder und schoß selbst knallhart und unhaltbar ein.

Der durch Krankheit (Frohnapfel) und Trainingsrückstand (Alder) erzwungene Austausch (neu: Nebe, Stengel) brachte nichts, vielmehr verebbte der Schwung, ließ ganz zum Schluß die Konzentration nach, sodaß Rasch auf Flanke von Staudt doch noch zu „seinem” Tor kam.

Trainer Kröner atmete auf: „Wir brauchten dieses Erfolgserlebnis!” Und Kollege Lichtl trauerte zwar den Chancen der ersten halben Stunde nach, resümierte aber: „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen:” Keiner in der Runde mochte da zweifeln.

Herbert Peiler (HNA-Sportredaktion)