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<<< 13. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 14. Spieltag

SG Hoechst - KSV Hessen Kassel

1:1 (0:0)

Sonntag, 04.11.1979
Stadion am Stadtwald

SG Hoechst
KSV Hessen Kassel
Eder
Prokasky
Wagner
Amon
Jamin
Döringer (76. Niederschlag)
Göttmann
Lenz
Litzinger
Ernst Abbe (83. Rudloff)
Launhardt
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 0:1 Hofmann (63.), 1:1 Lenz (79., Handelfmeter) - Schiedsrichter: Schmerker (Michelstadt) - Zuschauer: 700
Spielbericht

Des jungen Hofmann Freud und Leid

In der ersten Halbzeit tat sich auf beiden Seiten nicht viel, so vorsichtig begann der KSV Hessen, und so nervös waren die Höchster. Der KSV sah in dieser Phase zwar besser aus, aber viel Druck saß hinter den gefälligen Kombinationen der Gäste nicht, und an Torchancen blieb nur ein Pfostenschuß von Libero Horch in Erinnerung.

Nach der Pause wurde der KSV wesentlich energischer, vor allem die Außenverteidiger Sturm und Hofmann marschierten jetzt häufiger nach vorn, und der junge Hofmann war es auch, der nach einem mißglückten Schußversuch von Zaczyk den Ball mit dem Kopf über die Linie bugsierte. Der Gast beherrschte auch danach noch seinen nun etwas aggressiveren Gegner, aber eine Unbeherrschtheit von Grau gab dem Spiel die entscheidende Wende.

Grau muß wohl dem Linienrichter eine Unfreundlichkeit gesagt haben, jedenfalls handelte er sich in der 71. Minute eine Zeitstrafe ein, und nun witterten die Frankfurter Morgenluft. Libero Prokasky ging mit in den Angriff und das Ergebnis waren turbulente Szenen im Kasseler Strafraum. Als Hofmann einen Schuß von Lenz nur noch mit der Hand von der Linie schlagen konnte, bekam auch er eine Zeitstrafe aufgebrummt, und den fälligen Elfmeter verwandelte Lenz sicher.

Mit Hüter, Kempa und Kott, der sich beim Aufwärmen verletzte, fehlten zwar dem KSV Hessen wichtige Leute, aber bei einem so sicher beherrschten Spiel darf eigentlich kein Zähler abgegeben werden. Bei aller technischer Stärke wirkte das Spiel des KSV sehr unterkühlt, und nur Damerau, Hofmann und Stengel brachten etwas Temperament in die Elf. Hampl, Frohnapfel, Zaczyk und Grau gefielen, aber im entscheidenden Moment fehlte oft der letzte Einsatz, und hier muß Trainer Rudi Kröner wohl in Zukunft ansetzen.

Dieter Diefenbach (HNA-Sportredaktion)