Herbe
Trainer-Kritik an der Abwehrkette
Herbe Kritik übte KSV-Hessen-Trainer
Rudi Kröner nach Spielschluß nicht
nur am Schiedsrichter-gespann, sondern auch
an seiner Abwehr: „Was sich die Abwehrkette
erlaubt hat, ist schon haarsträubend.
Die riskieren einfach zuviel, und so kassiert
man dann eine Heimniederlage.” Auf die
frühe Auswechslung Bernd Hüters
(13. Minute) und den damit „verschenkten”
13. Mann angesprochen, antwortete Kröner:
„Bernd Hüter hat beim Training
am Donnerstag und Freitag voll mitgezogen
und mir vor dem Spiel gesagt. daß er
fit sei. Nach einem unnötigen Spurt über
20-25 m machte sich dann allerdings seine
Oberschenkelzerrung wieder bemerkbar, so daß
ich ihn rausnehmen mußte.”
Unter den Augen von Verbandstrainer
Bernd Stöber hatte der KSV Hessen die
erste Halbzeit förmlich verschlafen.
Den Gastgebern fehlte sichtlich die spielerische
Linie, um die taktisch klug eingestellten
Frankfurter ernsthaft in Gefahr zu bringen.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann
die Führung der Frankfurter durch einen
ihrer häufigen und gefährlichen
Konter: Ottos Paß auf Weigert, der flankt,
und Gulich versenkt den Ball im Netz.
Das Führungstor schien
aber nach dem Wechsel eher den KSV Hessen
als die Frankfurter zu beflügeln. Angetrieben
durch den enorm fleißigen und kämpferisch
starken Gerd Grau und einen klug spielenden
Klaus Zaczyk erarbeiteten sich die Hessen
ein halbes Dutzend klarer Torchancen, von
denen aber lediglich Werner Frohnapfel den
Ausgleichstreffer erzielen konnte, als er
eine Grau-Flanke direkt ins Tor verlängerte.
Als dann die KSV-Hessen-Abwehr
wieder einmal zu weit aufgerückt war,
Schiedsrichter Brinkwirt ein Foulspiel an
Frohnapfel im Mittelfeld ungeahndet ließ,
war Blättel auf und davon und ließ
Gerhard Siewert im Tor keine Chance.
Schiedsrichter Brinkwirt
mußte nach dem Spiel unter Polizeischutz
aus dem Auestadion gebracht werden, da ihm
rund 100 Anhänger des KSV Hessen "an
den Kragen" wollten.
Peter Fritschler (HNA-Sportredaktion) |