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<<< 7. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 8. Spieltag

KSV Hessen Kassel - FVgg Kastel 06

6:2 (3:0)

Sonntag, 23.09.1979
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
FVgg Kastel 06
Löffler
Zeh
Konrad (69. Pfeiffer)
Kneib
Reinhold
Lustenberger (30. Höhler)
Haas
Martens
Eifinger
Hönnscheidt
Hübner
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 1:0 Hofmann (4.), 2:0 Frohnapfel (19.), 3:0 Kempa (34.), 3:1 Hönnscheidt (55.), 4:1 Frohnapfel (58.), 4:2 Hübner (63.), 5:2 Hofmann (65.), 6:2 Kempa (87.) - Schiedsrichter: Klein (Niedergemünd)
- Zuschauer: 4.000
Spielbericht

Acht Treffer - Offensive war Trumpf!

Zwei erfrischend offensiv eingestellte Mannschaften, eine Vielzahl an packenden Strafraumszenen und acht Treffer - Fußballherz, was Begehrst du mehr?

Der Aufsteiger aus Südhessen, der vom Anpfiff weg keine Scheu zeigte, verkaufte sich beim Spitzen-reiter so teuer wie möglich. Wann gab es das schon einmal, daß ein Gast im Auestadion ein Eckenverhältnis von 14:7 (!) zu seinen Gunsten herausspielte? Daß die "Löwen" dennoch einen klaren Sieg herausschossen, spricht für die Stärke ihrer Angriffsspieler, die an diesem Tag die Schwächen in der gegnerischen Dekkung resolut nutzten.

"Wir haben heute so viele Tore erzielt, weil sich die Angriffsspitzen auch mal zurückfallen ließen, um so der zweiten Reihe Möglichkeiten zum Torschuß zu eröffnen", erklärte KSV-Trainer Rudi Kröner später sein erfolgreiches Konzept.

Von dem überragenden Zaczyk mit Musterpässen bedient, markierten Hofmann (lange Zeit ohne direkten Gegenspieler im Mittelfeld), Frohnapfel und Kempa ihre Treffer vor der Pause. Zwar konnten die Kasteler, angetrieben durch ihren überzeugenden Kapitän Eifinger, nach dem Wechsel die unsichere Kasseler Abwehr (Horch!) mehrmals in Schwierigkeiten bringen, doch Treffer der gefährlichen Spitzen Hönnscheidt und Hübner wurden beinahe postwendend mit Gegentoren der Hessen beantwortet.

Beim KSV konnten sich neben dem unermüdlichen Zaczyk noch Verteidiger Hüter, Kempa sowie der offensive Hofmann (vergab noch einige gute Chancen) Bestnoten verdienen. Bei Damerau (später Libero für Horch) wechselten Licht und Schatten. Torjäger Hampl hatte in Kneib einen unerbittlichen Bewacher und hielt sich nach einer Spannprellung (Preßschlag) in der zweiten Hälfte merklich zurück.

Rolf Wiesemann (HNA-Sportredaktion)