Acht
Treffer - Offensive war Trumpf!
Zwei erfrischend offensiv
eingestellte Mannschaften, eine Vielzahl an
packenden Strafraumszenen und acht Treffer
- Fußballherz, was Begehrst du mehr?
Der Aufsteiger aus Südhessen,
der vom Anpfiff weg keine Scheu zeigte, verkaufte
sich beim Spitzen-reiter so teuer wie möglich.
Wann gab es das schon einmal, daß ein
Gast im Auestadion ein Eckenverhältnis
von 14:7 (!) zu seinen Gunsten herausspielte?
Daß die "Löwen" dennoch
einen klaren Sieg herausschossen, spricht
für die Stärke ihrer Angriffsspieler,
die an diesem Tag die Schwächen in der
gegnerischen Dekkung resolut nutzten.
"Wir haben heute so
viele Tore erzielt, weil sich die Angriffsspitzen
auch mal zurückfallen ließen, um
so der zweiten Reihe Möglichkeiten zum
Torschuß zu eröffnen", erklärte
KSV-Trainer Rudi Kröner später sein
erfolgreiches Konzept.
Von dem überragenden
Zaczyk mit Musterpässen bedient, markierten
Hofmann (lange Zeit ohne direkten Gegenspieler
im Mittelfeld), Frohnapfel und Kempa ihre
Treffer vor der Pause. Zwar konnten die Kasteler,
angetrieben durch ihren überzeugenden
Kapitän Eifinger, nach dem Wechsel die
unsichere Kasseler Abwehr (Horch!) mehrmals
in Schwierigkeiten bringen, doch Treffer der
gefährlichen Spitzen Hönnscheidt
und Hübner wurden beinahe postwendend
mit Gegentoren der Hessen beantwortet.
Beim KSV konnten sich neben
dem unermüdlichen Zaczyk noch Verteidiger
Hüter, Kempa sowie der offensive Hofmann
(vergab noch einige gute Chancen) Bestnoten
verdienen. Bei Damerau (später Libero
für Horch) wechselten Licht und Schatten.
Torjäger Hampl hatte in Kneib einen unerbittlichen
Bewacher und hielt sich nach einer Spannprellung
(Preßschlag) in der zweiten Hälfte
merklich zurück.
Rolf Wiesemann (HNA-Sportredaktion) |