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<<< 6. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 7. Spieltag

FC Stb. Heppenheim - KSV Hessen Kassel

1:0 (0:0)

Samstag, 15.09.1979
Starkenburgia-Stadion Heppenheim

FC Stb. Heppenheim
KSV Hessen Kassel
Götte
Dusenberg
Schopen
Guth
Hendler
Geier
Gicklhorn (61. Augustin)
Sattler
Kraus
Lampert
Knapp (46. Hebel)
Trainer: Walter Böse
Spielstatistik
Tore: 1:0 Geier (12.) - Ecken: 2:14 - Schiedsrichter: Engel (Frankfurt) - Zuschauer: 2.000
Spielbericht

Uneinnehmbare Festung

Wie das Wahrzeichen der Stadt - die majestätisch auf dem Berg liegende Starkenburg - so erwies sich auch der FC Heppenheim als uneinnehmbare Festung für den Spitzenreiter KSV Hessen bei seiner 0:1-Niederlage an der Bergstraße. Dennoch dürfen die sich voll ausgebenden „Löwen” zufrieden sein mit ihrer Leistung, die diesmal nicht von der Glücksgöttin Fortuna begleitet war.

Wohl selten zeigte sich eine Gästemannschaft so überlegen in Heppenheim wie der KSV: 80 Minuten berannte die Kröner-Elf das Gehäuse der Einheimischen, erspielte sich ein gutes Dutzend Torchancen, erzielte 14:2 Ekken, doch unter dem Schlußstrich standen trotzdem zwei Minuspunkte, weil man in der Anfangsphase die nötige Konzentration vermissen ließ. So auch in der 12. Minute, als der unglücklich agierende Schiedsrichter Engel sehr spät auf Freistoß erkannte, Spielmacher Kraus das Leder in den KSV-Strafraum bugsierte, wo Geier die konsternierte Abwehr ausspielte und das für Siewert unhaltbare „goldene Tor” erzielte.

Danach setzte ein einziger Sturmlauf der Hessen ein, doch Hampl, Frohnapfel und Kott scheiterten mit herrlichen Schüssen an „Teufelskerl” Götte. dem überragenden Mann auf dem Platz, der zudem von seinen Vorderleuten Dusenberg. Guth, Schopen und Hendler hervorragend assistiert wurde.

Einigen Akteuren schien aber auch das schwere Pokaltreffen gegen den KSV Baunatal noch in den Knochen zu stecken, was sich in mangelnder Explosivität im Abschluß und manchem Fehlpaß dokumentierte. Anders ist es auch nicht zu erklären, daß Kempa und Hampl freistehend vergaben. Fünf Schüsse strichen um Zentimeter am Gehäuse der Gastgeber vorbei. Dazu rettete der Pfosten bei einem Hofmann-Schuß (48.), Dusenberg und Guth holten drei Bälle von der Linie, und der Schiedsrichter versagte den Gästen einen glasklaren Elfmeter, als Hampl umgestoßen wurde (20.).

2000 begeisterte Zuschauer, darunter die Ex-KSVer Rohatsch und Hanaus Trainer Toth, sahen auf der Gegenseite nur drei torreife Situationen, die Siewert und Hüter, der einen Lampert-Schuß in höchster Not von der Linie schlug, bravourös meisterten.

KSV-Trainer Kröner, der mit Zaczyk, Kempa und Sturm zufrieden sein durfte, und sein Kollege Böse waren sich nach der Partie einig, daß es ein sehr glücklicher Erfolg gewesen sei, wobei der Heppenheimer den Gästen allerdings ein tröstendes Wort mit auf die Heimreise gab: „Ihr schafft's am Ende trotzdem noch!”

Michael Mischel (HNA-Sportredaktion)