HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

<<< 5. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 6. Spieltag

KSV Hessen Kassel - Viktoria Sindlingen

3:0 (1:0)

Samstag, 08.09.1979
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
Viktoria Sindlingen
W. Göbel
Schuch
Schubert
Utsch
Edelmann
Sell
Mosig
Cavus
Uelein
Wirth (46. Maurer)
Kratz (81. N. Göbel)
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 1:0 Hampl (8.), 2:0 Frohnapfel (46.), 3:0 Zaczyk (87.) - Ecken: 14:1 - Schiedsrichter: Wolf (Bad Soden) - Zuschauer: 4.500
Spielbericht

Aus dem „Schützenfest” wurde nichts

Der erwartete Erfolg über den Tabellenvorletzten gelang, dennoch ging Hessen-Trainer Rudi Kröner hart mit seiner Elf ins Gericht: „lch bin sauer über die mangelnde Einstellung einiger Männer.” Mangelnde Konzentration und Explosivität sowie Profilierungssucht warf er ihnen vor. Sein Kollege Nusser, der einen Klassenunterschied sah, war dennoch zufrieden: „Mit meiner ersatzgeschwächten Mannschaft habe ich mich gut aus der Affäre gezogen!”

Sicher war, es keine Offenbarung, die den in Erwartung eines Kantersieges gekommenen 4500 Zuschauern geboten wurde. Das Bemühen um konstruktiven Spielaufbau war zwar zu erkennen, aber daß dies nur in wenigen Phasen gelang, hatte vielerlei Gründe: Die Gäste zogen einen dichten Abwehrring um ihren Strafraum, verschleppten das Tempo und lockten die Hessen mit Mann und Maus in ihre „übervölkerte” Hälfte. Echte Gefahr kam nur, wenn mit weiten Pässen auf Hampl und Nebe der Raum geöffnet wurde, aber wie selten gelang das, wenn man mit allzu lässigen, in die Breite fließenden Ballpassagen Angriffsaktionen entwickelte?!

Daß Hampl nach herrlicher Frohnapel-Flanke allzu früh das 1:0 (8.) gelang, erwies sich als verhängnisvoll. Jeder wollte nun bei dem vermeintlichen "Schützenfest" ein Tor machen. Was Torwart W.Göbel nicht hielt, blieb irgendwo im dichten Gestrüpp der Abwehr hängen. Ein Glück, daß der fast arbeitslose Siewert bei drei Kontern der Viktoria (Maurer) hervorragend reagierte. Frohnapfel, der trotz leichter Grippe spielte, und der als „hängender” Rechtsaußen am meisten Wirkung erzielende Zaczyk sorgten schließlich dafür, daß die Relationen auch zahlenmäßig einigermaßen ins rechte Lot gebracht wurden.

Michael Mischel (HNA-Sportredaktion)