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<<< 3. Spieltag
Oberliga Hessen 1979/80, 4. Spieltag

KSV Hessen Kassel - TuSpo Ziegenhain

7:0 (4:0)

Samstag, 25.08.1979
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
TuSpo Ziegenhain
Mertke
Pötzl (75. Roß)
Sommer
Drescher
Altmann (65. v. Thiel)
Clemens
Schäfer
Spielertrainer: Rolf Birkhölzer
Spielstatistik
Tore: 1:0 Hampl (10.), 2:0 Alder (12.), 3:0 Kempa (14.), 4:0 Hampl (25.), 5:0 Alder (69.), 6:0 Hampl (71.), 7:0 Alder (76.) - Schiedsrichter: Thomas (Friedewald) - Zuschauer: 6.500
Spielbericht

KSV Hessen und Bergshausen imponierende Derby-Sieger

Klarer als von vielen Fans erwartet setzten sich in den Nordhessen-Derbys der Fußball-Oberliga die Platzherren durch: Der KSV Hessen deklassierte den TuSpo Ziegenhain mit 7:0 (4:0), und fast ebenso deutlich behielt die FSV Bergshausen mit 6:0 (2:0) die Oberhand über die SpVgg Olympia. Beide Sieger nehmen Platz 1 und 2 ein: Der KSV Hessen ist mit 8:0 Punkten souveräner Tabellenführer vor Bergshausen und Aschaffenburg (je 5:1). Morgen verteidigt Bergshausen seinen 2. Rang beim KSV Baunatal (19.30 Uhr, Parkstadion).

Ziegenhains Spielertrainer Rolf Birkhölzer sprach nach der deutlichen Niederlage seiner Mannschaft im Oberliga-Derby beim KSV Hessen von einer „Lehrstunde”. „Einige meiner Spieler haben sich noch nicht umgestellt auf die neue Klasse. Der Sieg des KSV Hessen war klar und ist auch verdient. Ich gratuliere hier ohne Groll.”

Wie groß die Umstellung von Landesliga auf Oberliga sein kann, wurde in der Mannschaft der Schwälmer nur allzu deutlich. Lediglich Libero Wolfgang Hansmann und mit Abstrichen Herbert Stöhr (beides übrigens Ex-KSVer) wurden diesmal den Anforderungen der höchsten Amateurklasse gerecht.

KSV-Hessen-Trainer Rudi Kröner lobte die Fairneß der Ziegenhainer. „Wir wollen aber nach dem hohen Sieg keine Euphorie aufkommen lassen. Erst mal müssen wir am nächsten Wochenende nach Aschaffenburg. Gegen Ziegenhain haben wir den Gegner von Beginn an eingeschnürt und ihm mit unserer Spielfreude jede Spielmöglichkeit genommen."

In der Tat, der KSV Hessen drängte vom Anpfiff an auf einen Torerfolg. Schon nach kurzer Zeit wurde klar, daß das Mittelfeld-Quartett der „Hessen” (Frohnapfel, Zaczyk, Kempa, Kott) dem der Ziegenhainer überlegen war, zumal besonders Peter Kempa (Gegenspieler Drescher) zuviel Spielraum gelassen wurde.

Hinzu kommt auch, daß das variable Angriffsspiel des KSV Hessen – zwei Sturmspitzen plus nachstoßende Mittelfeldspieler – die Abwehr der Ziegenhainer fast ständig unter Druck setzte und kaum Möglichkeiten zu Kontern gab.

Und wenn wirklich einmal ein Ziegenhainer Angreifer „ausbrach” und über die Mittellinie kam, dann war die Abwehr der Hessen, die in den wenigen kritischen Situationen einen sicheren Eindruck hinterließ, zur Stelle. So resultierte denn auch Ziegenhains größte Chance aus einem Freistoß von Altmann Mitte der zweiten Halbzeit, den Siewert aber bravourös parierte, nachdem der Ball bei der ersten Ausführung – ohne daß der Ball freigegeben war – im Tor landete.

Beim TuSpo Ziegenhain sollte man trotz der hohen Niederlage optimistisch in die Zukunft blicken. So spielfreudig wie der KSV Hessen, bei dem sich Frohnapfel, Zaczyk, Kempa und Hampl die besten Noten verdienten, an diesem Tage war, sind bei weitem nicht alle Mannschaften der Oberliga.

Peter Fritschler (HNA-Sportredaktion)