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Hessenliga, Saison 1977/78, 23. Spieltag
 

Rot-Weiß Frankfurt - KSV Hessen Kassel

1:0 (1:0)

Sonntag, 12.02.1978
Am Brentanobad Frankfurt

KSV Hessen Kassel
Ehl
Walter
Wirtz
Amon
Stern
Grein
Fromm
Schießer
Litzinger
Fischer
Reichert (75. Hett)
Trainer: -
Trainer: Gyula Toth
Spielstatistik
Tor: 1:0 Reichert (18.) - Schiedsrichter: Rau (Hallgarten) - Zuschauer: 350
Spielbericht

„Schwächstes Spiel”

„Das war unser schwächstes Saisonspiel”, ärgerte sich KSV-Trainer Guyla Toth nach dem Abpfiff. Die Nordhessen boten tatsächlich eine maßlos enttäuschende Vorstellung. Frankfurts Torhüter Ehl konnte einen geruhsamen Nachmittag verbringen. Lediglich nach einem Fehlpaß von Reichert und einem Ausrutschen von Amon wurde es bei einem Konter von Wagner gefährlich, doch Stern rettete vor Rohatsch.

Im KSV-Angriff kam Torjäger Wagner gegen Vorstopper Amon überhaupt nicht zur Geltung, auch Rohatsch und Stary konnten sich gegen Stern und Wirtz nicht entscheidend durchsetzen. Im Mittelfeld gingen von Schönewald und Stöcker keinerlei Impulse aus, darüber hinaus war die Abwehr schon in dieser Phase äußerst unkonzentriert. Allen voran der unsichere Torwart Weber und (jer nicht entschlossen genug agierende Libero Chorbacz.

Als man einmal zu lange zögerte, unterlief Müller ein Patzer, Litzinger nutzte die Gunst der Stunde, schob das Leder in die Strafraummitte. und dort war Reichert vor Sturm zur Stelle und markierte das entscheidende Tor.

Selbst als die „Hessen” nach dem Wechsel Lichte für Stöcker in die Mannschaft nahmen und nun kampffreudiger wirkten, konnten sie die gegnerische Abwehr nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Lichte war im Mittelfeld der einzige Spieler, der das direkte Duell mit seinem Gegenspieler (Fromm) gewann.

Trainer Toth entschuldigte die matte Partie seiner Mannschaft mit dem großen Verletzungspech. Neben Guth, Stengel und Kempa sowie den gesperrten Damm und Stöhr mußte er auch auf den polnischen Neuzugang Schneider verzichten, der am Freitag bei einem Autounfall Schnittwunden davontrug. Darüber hinaus ging Stary grippegeschwächt ins Spiel, und Lichte konnte wegen seines Examens drei Wochen lang nicht trainieren.

Harald Stenger (HNA-Sportredaktion, 13.02.1978)