„Schwächstes
Spiel”
„Das
war unser schwächstes Saisonspiel”,
ärgerte sich KSV-Trainer Guyla Toth nach
dem Abpfiff. Die Nordhessen boten tatsächlich
eine maßlos enttäuschende Vorstellung.
Frankfurts Torhüter Ehl konnte einen
geruhsamen Nachmittag verbringen. Lediglich
nach einem Fehlpaß von Reichert und
einem Ausrutschen von Amon wurde es bei einem
Konter von Wagner gefährlich, doch Stern
rettete vor Rohatsch.
Im KSV-Angriff
kam Torjäger Wagner gegen Vorstopper
Amon überhaupt nicht zur Geltung, auch
Rohatsch und Stary konnten sich gegen Stern
und Wirtz nicht entscheidend durchsetzen.
Im Mittelfeld gingen von Schönewald und
Stöcker keinerlei Impulse aus, darüber
hinaus war die Abwehr schon in dieser Phase
äußerst unkonzentriert. Allen voran
der unsichere Torwart Weber und (jer nicht
entschlossen genug agierende Libero Chorbacz.
Als man
einmal zu lange zögerte, unterlief Müller
ein Patzer, Litzinger nutzte die Gunst der
Stunde, schob das Leder in die Strafraummitte.
und dort war Reichert vor Sturm zur Stelle
und markierte das entscheidende Tor.
Selbst als
die „Hessen” nach dem Wechsel
Lichte für Stöcker in die Mannschaft
nahmen und nun kampffreudiger wirkten, konnten
sie die gegnerische Abwehr nicht ernsthaft
in Bedrängnis bringen. Lichte war im
Mittelfeld der einzige Spieler, der das direkte
Duell mit seinem Gegenspieler (Fromm) gewann.
Trainer
Toth entschuldigte die matte Partie seiner
Mannschaft mit dem großen Verletzungspech.
Neben Guth, Stengel und Kempa sowie den gesperrten
Damm und Stöhr mußte er auch auf
den polnischen Neuzugang Schneider verzichten,
der am Freitag bei einem Autounfall Schnittwunden
davontrug. Darüber hinaus ging Stary
grippegeschwächt ins Spiel, und Lichte
konnte wegen seines Examens drei Wochen lang
nicht trainieren.
Harald Stenger
(HNA-Sportredaktion, 13.02.1978)
|