Glück
für Geye & Co
Keinen Respekt
zeigte der hessische Amateurliga-Klub gegen
den hohen Favoriten, dem ein glücklich
erzieltes Tor in der 85. Minute (Köhnen)
zu einem schmeichelhaften Sieg verhalf. Hessen
Kassel bot nicht nur in kämpferischer,
sondern auch in technischer Hinsicht dem Bundesligisten
90 Minuten lang Paroli.
So sahen
die 12000 Zuschauer über weite Strecken
eine dramatische Partie, die ebenso gut auch
die Gastgeber hätten für sich entscheiden
können. Die Nordhessen gingen durch ein
prächtig herausgespieltes Tor, das in
jedes Fußball-Lehrbuch paßt, in
Führung: Stengel versetzte seinen Widersacher
Hesse, flankte in die Mitte, wo Blacha mit
einem „Torpedo"-Kopfball Erfolg
hatte.
Köhnens
Ausgleich resultierte aus einer Unaufmerksamkeit
in der Kasseler Abwehr. Das 2:1 war ein 20-Meter-Freistoßtor
von Hansmann, dessen Schuß durch die
Mauer für Büns unhaltbar war.
Eine tolle
Drei-Paß-Folge Seel - Brücken -
Geye führte durch Herzog zum 2:2, ehe
Köhnen einen scharf hereingetretenen
Herzog-Eckball mit dem Unterleib über
die Linie bugsierte.
Die Kasseler
Außenverteidiger Müller und Windisch
gestalteten die Duelle mit den Fortuna-Nationalspielern
Geye und Herzog ausgeglichen, auf der anderen
Seite bereiteten der Marokkaner Douadi und
Hessen-Auswechselspieler Stengel ihren Gegnern
Baltes und Hesse mehr Schwierigkeiten, als
ihnen lieb war.
So konnten
in der Düsseldorfer Abwehr lediglich
Libero Zewe und Vorstopper Zimmermann, der
später verletzt ausschied, gefallen.
Eine eindrucksvolle Partie bot auch Köhnen
im Mittelfeld, während sich Brei und
Seel gegen Ziegert und Blacha nicht entscheidend
durchzusetzen vermochten.
Grabs (HNA-Sportredaktion,
18.10.1975)
|