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<<< 1. Runde
DFB-Pokal, Saison 1973/74, Achtelfinale

KSV Hessen Kassel - SG Eintracht Frankfurt

2:3 (0:1)

Samstag, 15.12.1973
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
SG Eintracht Frankfurt
Günther Wienhold
Peter Reichel
Hans-Joachim Andree
Helmut Müller
Uwe Kliemann
Bernd Hölzenbein
Charly Körbel
Roland Weidle
Jürgen Grabowski
Thomas Parits
Thomas Rohrbach
Spielstatistik
Tore: 0:1 Hölzenbein (43.), 1:1 Martin (46.), 1:2 Parits (60.), 2:2 Martin (86.), 2:3 Parits (90.) - Schiedsrichter: Haselberger (Reutlingen) - Zuschauer: 18.000
Spielbericht

Wie ein Held gefeiert

Die Kasseler haben zwar nicht das Künststück fertig bringen können, die Eintracht zum dritten Male aus dem Pokalwettbewerb herauszuwerfen, dafür aber bei einer Gesamteinnahme von rd. 130 000 DM über 50 000 DM verdient und die Gewißheit erhalten, daß sie mit der Form gegen die Frankfurter nicht mehr zu den Abstiegskandidaten im Süden zu rechnen sind.

Wohl war die Eintracht in dem schneebedeckten Auestadion spielerisch überlegen, doch die Kasseler glichen alle ihre Mängel und Schwächen (Trainer Baas mußte den unfertigen Rabeneck Hölzenbein beigeben und den ausgelaugten Hansmann auf dem Feld lassen) mit ihrer hervorragenden Moral und ihrem unbändigen Willen, dem Bundesligisten die Zähne zu zeigen, nahezu voll aus.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts lehrten die Kasseler ihrem Gegner gar das Fürchten. Ernst Martin wirbelte die Frankfurter Abwehr so durcheinander, daß oftmals alle Spieler nach hinten beordert wurden, um die Nordhessen am Sieg zu hindern.

Es war immer wieder "Erni" Martin, der durch die Eintracht-Dekkung marschierte und Wienholds Vordermänner oftmals schwach aussehen ließ.

Wie die Vierer-Schlußreihe den einzigen Kasseler Stürmer bewunderte, so zeigte sich auch Jürgen Grabowski über seinen 20jährigen Bewacher Novak mehr als überrascht. Dieser junge Nachwuchs-mann spielte so unbekümmert und selbstbewußt auf, daß man glauben konnte, er sei ein nach vielen Schlachten erfahrener Profi.

Parits wurde von seinen Kameraden für sein zweites Tor wie ein Held gefeiert. Er hatte sie von der Verlängerung befreit und doch noch den zeitweise gefährdeten Sieg geholt. Bei den Frankfurtern blieben Weidle und Rohrbach unter Wert und der hinten fast überzählige Reichel machte zu wenig aus seiner freien Rolle.

H. Pippert (Quelle unbekannt)