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<<< 2. Runde
Süddeutscher Pokal 1965/66, 3. Runde

KSV Hessen Kassel - TSV Schwaben Augsburg

1:4 (0:2)

Sonntag, 14.11.1965
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
TSV Schwaben Augsburg
Rudolf Zimmerly
Werner Kölz
Manfred Albertini
Ferdl Schneider
Georg Schmid
Heinz Schmidt
Horst Blechinger
Richard Kugler
Werner Sterzik
Wolfgang Koubek
Manfred Hammerer
Trainer: Radoslav Momirski
Spielstatistik
Tore: 0:1 Blechinger (25.), 0:2 Schneider (44., Foulelfmeter), 1:2 Schade (52.), 1:3 Kugler (85.), 1:4 Blechinger (88.) - Schiedsrichter: Schmid (Stuttgart) - Zuschauer: 1.100
Spielbericht

Pokal-Aus in der dritten Süddeutschen Hauptrunde

Wieviel gehegte Hoffnungen wurden an diesem Spieltag zerstört. Die Schwaben aus Augsburg, die in diesem Jahr auch nicht gerade stark spielten, hatten selbst nicht mit einem so klaren Erfolg gerechnet. Was nützt uns die Tatsache, daß das Ergebnis durchaus nicht dem Spielverlauf entsprach. Das hohe Ergebnis entsprang auch wieder einer zu frühen Resignation unserer Spieler. Wenn auch der Schiedsrichter klare Fehlentscheidungen traf, so kann man doch nichts mit zornige Gesichtern und betont lustlos spielend erreichen. Krasse Deckungsfehler waren aber auch nicht zu übersehen.

Das glatte Geläuf verlangte eine gute Körperbeherrschung und Leichtfüßigkeit. Hier waren uns die Augsburger überlegen. Wenn es galt, steilen Pässen nachzujagen, wirkten die Schwaben immer schneller. Der einzige, der sich an Schnelligkeit mit den Gästen messen konnte, hieß Adi Schade. Seine schnellen Sololäufe bedeuteten für die Gäste die größte Gefahr. Leider fehlte meistens der Innensturm, wenn Adis Flanken hereinsegelten.

Walter Liebich hatte mit dem schnellen Rechtsaußen Blechinger seine liebe Not. Auch Heiner Dittel war nicht der gewohnte ruhende Pol. Blechinger erzielte freistehend das 1:0, ehe der Schiedsrichter den Gästen noch einen Foulelfmeter schenkte. Blechingers Sturz sah zwar gefährlich aus, doch hatte Karl Loweg nichts damit zu tun. Dieser Pausenrückstand zerrte an den Nerven unserer Spieler.

Sieben Minuten nach der Pause erzielte Adi Schade nach einem Freistoß durch Rolf Fritzsche den Anschlußtreffer. Jetzt kämpften die Löwenträger verbissen um den Ausgleich. Einen Bombenschuß Bernd Schmidts hechtete Torhüter Zimmerly aus dem Dreieck. Das Spiel spitzte sich dramatisch zu, als acht Minuten vor Schluß Adi Schade im Strafraum einwandfrei elfmeterreif gefoult wurde. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Die Hoffnung auf eine Verlängerung war dahin. Resignation war die Folge, durch die unsere Mannschaft dann auch noch eindeutig auf die Verliererstraße geriet.

Kurt Kratzenberg (Quelle: KSV-Vereinsrundbrief Nr. 12, Dezember 1965)