| Herbert
Leimbach wieder 1. Vorsitzender des KSV
Auf der Jahreshauptversammlung
1964 des KSV Hessen, die im dichtbesetzten
Saal des Klubheimes an der Damaschkestraße
stattfand, wurde Herbert Leimbach einstimmig
für zwei Jahre zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt.
Ihm zur Seite stehen die beiden Stellvertreter
Helmut Anlauf und Heinz Hille, während
das Amt des Schatzmeisters nunmehr von Hermann
Lindig, dem bisherigen Schriftführer,
wahrgenommen wird. Der Hauptvorstand des KSV
Hessen, der sich aus 11 Mitgliedern zusammensetzte,
besteht nunmehr nur noch, wie von den Versammlungsteilnehmern
mit großer Mehrheit beschlossen wurde,
aus 7 Mitgliedern; ihm gehören künftig
an:
1. Vorsitzender: Herbert
Leimbach
Stellvertr. Vorsitzender:
Helmut Anlauf
Stellvertr. Vorsitzender:
Heinz Hille
Schatzmeister: Armin Lindig
Hauptsportwart: Karl Beuermann
Stellvertr. Hauptsportwart:
Georg Lecke
Schriftführer: Kurt
Bunge
An die Stelle des bisherigen
erweiteren Vorstandes tritt jetzt ein Beirat,
zu dem auch der Obmann des neueingerichteten
Platz- und Bauausschusses, August Thomas,
gehört und der sich aus folgenden Mitgliedern
zusammensetzt:
Sämtliche Abteilungsleiter:
Boxabteilung: Rudi Dietrich
Fechtabteilung: Dr. Karl-W.
Peter
Fußballabteilung:
Wilfried Schmidt
Handballabteilung: Ewald
Deis
Hockeyabteilung: Dr. Ernst
Bruckschen
Leichtathletikabteilung:
Wilhelm Blümer
Rollsportabteilung: Alfred
Kuhrasch
Skiabteilung: Karl-Heinz
Sander
Schwerathletikabteilung:
Georg Lecke
Schwimmabteilung: Hermann
Schmidt
Tischtennisabteilung: Helmut
Cronau
Tennisabteilung: Dr. Robert
Mühler
Turnabteilung: Karl-Heinz
lengemann
Juristischer Berater: Dr.
Herbert Schiess
Platz- und Bauausschuß:
August Thomas
Jugendwart: Horst Schneider
Pressewart der Fußballabtg.:
Kurt Kratzenberg
Veranstaltungskassierer:
Hans Hofmann
Beitragskassierer: Paul
Riehl
Hierzu treten nach Bedarf
weitere Beauftragte der Abteilungen.
Zu Revisoren wurden für die nächsten
beiden Jahre Heinz Rambold und Ewald Deist
gewählt.
In seinem Rechenschaftsbericht
über die Jahre 1963!64 ging Herbert Leimbach
auf die bei allen Abteilungen zu verzeichnende
Leistungssteigerung ein, die durch die Erringung
des Meistertitels der Fußball-Regionalliga
Süd und der Teilnahme an den Aufstiegsspielen
zur Bundesliga gekrönt wurde. Erwähnt
wurde von ihm auch die „Affäre”
Lauritzen, durch die dem damaligen Oberbürgermeister,
der das Beste für seine Stadt gewollt
hatte, nunmehr leider persönliche Nachteile
erwachsen sind und das, obwohl selbst die
allergrößten Experten über
die Auslegung des Steuerrechts in bestimmten
Fällen verschiedener Ansicht sein dürften.
Organisatorischer Höhepunkt
der letzten beiden Jahre für den KSV
Hessen war nach seiner Ansicht die Vorbereitung
und Durchführung der Deutschen Turnmeisterschaft
im August 1964 in Kassel, für die dem
Verein durch den Deutschen Turnerbund besonderer
Dank und Anerkennung ausgesprochen wurden.
Dem einzigen Olympiateilnehmer des Vereins,
dem Stabhochspringer Wolfgang Lehnertz, wünschte
er für die kommenden Ereignisse in Tokio
viel Glück.
Für hervorragende Verdienste
um den Verein erhielten folgende Mitglieder
die silberne bzw. bronzene Ehrennadel:
Silber: Wilfried Schmidt,
Herbert Schaub, Helmut Cronau.
Bronze: Karl-Heinz Schröder,
Helmut Jakobshagen, Karl-Heinz Paul, Gerhard
Freudenberg, Willi Heinel, Hubert Klode, Erich
Schülbe, Gerhard Staub, Paul Wachsmuth
Hauptsportwart Karl Beuermann
erstattete danach den Fachbericht über
die einzelnen Abteilungen, den er selbst als
einen Bericht über eine „Zwischenetappe”
bezeichnete. Besonders hervorgehoben wurde
von ihm der Durchbruch zur Spitzenklasse in
der Leichtathletik, bei der der KSV Hessen
nunmehr zu den 5 besten Vereinen in der Bundesrepublik
gehört. Die Turner konnten, kameradschaftlich
unterstützt von den Leichtathleten, bei
der DTVM 1964 in Kassel den 4. Platz belegen.
- Ausgebaut bzw. wiederbelebt werden soll
der Betrieb in der Rollsportabteilung.
Über die Finanzlage
berichtete dann Armin Lindig, der die Geschäfte
des Schatzmeisters des Vereins schon seit
geraumer Zeit kommissarisch wahrgenommen hatte.
Als außerordentlich erfreulich bezeichnete
er das Anwachsen der Mitgliederzahl auf nunmehr
3781, die sich jetzt mit Macht der Viertausendergrenze
nähert und hoffentlich in diesem Jahr
erreicht wird. Nach der aufgestellten Gewinn-
und Verlustrechnung, die von einem anerkannten
Wirtschaftsberater überprüft wurde,
liegt bis Juli 1964 ein buchmäßiger
Verlust von 95324,95 DM vor, der bis zum Frühjahr
1965 ausgeglichen werden dürfte. Die
Investitionen im Berichtsjahr 1962163 für
die Klubhäuser des Vereins betrugen rd.
500000,- DM. Während die Gewinn- und
Verlustrechnung 1962 mit 1 211 000,- DM abschließt,
schließt diejenige des Jahres 1963 mit
925 000,- DM ab.
Nach dem Bericht des Geschäftsführers
übernahm dann Dr. Max Danz in bewährter
Manier das Präsidium für die Durchführung
der Neuwahlen. Nach herzlichen Dankesworten
an den 1. Vorsitzenden und an den bisherigen
Hauptvorstand gab er der Zuversicht Ausdruck,
daß der Verein aus stürmisch bewegter
See bald wieder in einen ruhigen Hafen einlaufen
würde. Zur Zeit sei zwar noch nicht alles
geschafft, aber bald würde auch der Rest
noch erfolgreich erledigt und der Verein konsolidiert
werden. Unter seiner Leitung fand dann die
Neuwahl statt, deren Ergebnis bereits vorweggebracht
wurde.
Abschließend wurde
dann nach kurzer Diskussion dem bisherigen
Gesamtvorstand Entlastung erteilt.
Quelle: KSV-Vereinsrundbrief
Nr. 10, Oktober 1964 |