HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

<<< 29. Spieltag
2. Liga Süd 1955/56, 30. Spieltag

KSV Hessen Kassel - 1. FC Penzberg

2:0 (1:0)

Sonntag, 15.04.1956
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
1. FC Penzberg
Kollmus
Schneider
Sägmüller
Baumgartner
Keller
Hanzlick
Ertl
Ludewig
Speckmair
Meier
Huber
Trainer: Walter Koch
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 1:0 Schmied (13.), 2:0 Schulz (53.) - Ecken: 11:6 - Schiedsrichter: Ritter (Sindelfingen) - Zuschauer: 2.500
Spielbericht

Penzberg unterlag klar 0:2 nach feinem Spiel

Man hatte bei diesem Spiel niemals den Eindruck, daß es für die Kasseler hätte schief gehen können, obwohl die Penzberger in jeder Hinsicht nach der angenehmen Seite überraschten, denn sie spielten weitaus besser als verschiedene andere Mannschaften, die in der Tabelle höher stehen. Daß es bei ihnen nicht zu einem Treffer reichte, lag an der Schußunsicherheit ihres Sturmes und natürlich auch an der schlagfertigen Abwehr der Hessen. Auch bei den Südbayern war die Abwehr der beste Mannschaftsteil. Schneider und Sägmüller erwiesen sich als zwei schnelle und einsatzfreudige Spieler, und auch Torwart Kollmuss machte seine Sache recht gut. An den beiden Treffern der Hessen, die kurioserweise beide jeweils in der 13. Minute jeder Halbzeit fielen, hatte er keine Schuld.

Die Hessen fanden mit ihrem Spiel Beifall. Bis auf eine kurze Zeit nach der Pause hatten sie meistens das Heft in der Hand und spielten stellenweise recht zügig in schönen Kombinationen. Daß es nachher nicht mehr so ganz klappte, lag daran, daß Hutfles verletzt wurde und auf den Rechtsaußenposten ging. Für ihn versah Dinger den Stopperposten gut, bis auch er anfing, zu humpeln. Die treibende Kraft für den Sturm war einmal Gala Metzner, der mit einem großen Laufpensum von hinten sehr schön aufbaute und der mit Riesenschritten außen lospreschende Grabsch. Aber auch Sepp Schmied hatte großen Anteil an dem Druck des Sturmes, und er war es auch, der praktisch für beide Tore verantwortlich zeichnete.

Den ersten Treffer erzielte er direkt nach einem schönen Flankenlauf von Grabsch und das zweite Tor bereitete er vor, als er einen Ball von der Linie noch vors Tor zog, den Schulz nach schönem Einsatz über die Linie brachte.

Ansonsten ist als erfreuliches Positivum zu bemerken, daß Vollmer eine recht schöne Läuferpartie lieferte, und auch alle anderen recht gut harmonierten.

Die Penzberger können noch von Glück reden, daß das Ergebnis nicht höher ausfiel, denn mehrfach gab es heftige Kanonaden auf ihr Heiligtum, und einmal hätte Schiedsrichter Ritter einen Elfmeter geben müssen, als Schmied im Strafraum von zwei Spielern in die Zange genommen, zu Fall gebracht wurde, aber er winkte ab. Zwei schöne Kopfbälle von Hutfles und auch Schulz gingen leider knapp daneben oder drüber.

Auch bei den Hessen gab es einige brenzliche Situationen, die mit Glück beseitigt wurden. Einmal war Erich Knothe noch der Retter in letzter Not.

Alles in allem ein faires Spiel, an das man zwar keine allzuhohen Ansprüche von vornherein stellte, das aber gefiel.

Quelle: Hessische Nachrichten vom 16.04.1956