HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

<<< 28. Spieltag
2. Liga Süd 1955/56, 29. Spieltag

VfB Helmbrechts - KSV Hessen Kassel

3:2 (1:2)

Sonntag, 08.04.1956
Städtischer Sportplatz Frankenwald

VfB Helmbrechts
KSV Hessen Kassel
Hoffmann
Schlihofer
Goller
Troßmann
Deek
Wirth
Richter
Riedel
Ammon
Schüler
Wietzel
Trainer: -
Trainer: Walter Koch
Spielstatistik
Tore: 0:1 Schulz (35.), 0:2 Schulz (41.), 1:2 Wietzel (45.), 2:2 Riedel (56.), 3:2 Riedel (88., Handelfmeter) - Schiedsrichter: Tschenscher (Mannheim) - Zuschauer: 2.000
Spielbericht

Hessen konnten 2:0-Führung nicht halten

Kopfschüttelnd gingen die Zuschauer vom Platz. Sie gönnten ihrer Mannschaft von ganzem Herzen die beiden Punkte, doch blieb ihnen völlig schleierhaft, wie die hervorragend spielenden Hessen diese Auseinandersetzung - noch - verlieren konnten. Die Gäste beherrschten nach 20 Minuten ihren Gegner so klar, so zwingend, daß es manchmal aussah, als könnte es eine Katastrophe für den Tabellenvorletzten geben. Die verdiente 2:0-Führung war Ausdruck einer spielerischen und taktischen Überlegenheit gegen einen zahlreiche Schwächen aufweisenden Gegner. Dieser hatte zwar zu Beginn des Spieles einige gute Torchancen, die allerdings alle vergeben wurden, doch kam die Elf über mittelmäßige Leistungen in den 90 Minuten niemals hinaus.

Wenn es dennoch nach rund einer Stunde 2:2 hieß, so war hierfür maßgebend, daß die Männer um Metzner jetzt den letzten Druck hinter ihren Aktionen vermissen ließen und ferner betont an ihrer offensiven Spielweise festhielten. Es sah schon ganz nach einem Unentschieden aus. Da unterlief jedoch zwei Minuten vor dem Abpfiff bei einem Getümmel im Strafraum einem Kasseler Abwehrspieler ein Handspiel und die Chance ließ sich Riedel nicht nehmen.

Damit war ein Ergebnis zustande gekommen, das in umgekehrtem Verhältnis zu den gezeigten Leistungen stand.

In der Mannschaft der Hessen gab es keinen ausgesprochenen Versager. Unverständlich blieb, warum Grabsch so wenig bedient wurde. Gerade er hatte in den ersten 10 Minuten mit gefährlichen Flankenläufen für erhebliche Verwirrung in der einheimischen Abwehr gesorgt.

Einen großen Tag hatte Schulz. Er schoß nicht nur beide Tore, sondern hatte sogar in der 11. Minute noch Pech mit einem Pfostenschuß.

Verschiedentlich brachte auch Schmied gefährliche Schüsse an. Dinger und Metzner bauten vorzüglich auf und hatten großen Anteil daran, daß die Heimbrechtser nur selten mit geschlossenen Aktionen aufwarten konnten. Hutfles hielt zusammen mit dem zufriedenstellend einschlagenden Vollmer und Trott den Gästesturm in Schach, auch Michel und Deeg bewältigten zufriedenstellend ihr Pensum gefielen durch genaue Ballabgaben, aber Deeg hatte mit dem gefährlichen Riedel doch seine liebe Not. Keines der drei Tore war für den reaktionsschnellen Schubert zu halten.

Schiedsrichter Tschenscher leitete das Treffen, das schnell und spannend war zudem zahlreiche Höhepunkte aufwies, sehr gut.

Quelle: Hessische Nachrichten vom 09.04.1956