Ersatzgeschwächter
KSV ohne jede Chancen
Für die Hessen war
in dieser Revanche für das dramatische
2:2 auf eigenem Platz "nichts drin".
Schon die Mannschaftsaufstellung ließ
erkennen, daß man nicht mit brennendem
Ehrgeiz gen Frankfurt gestartet war. Daß
dann allerdings der FSV-Sturm gegen die
doch gewiß nicht schlecht formierte
Abwehr zu einem halben Dutzend Toren und
damit zu einem sensationell hohen Sieg kam,
überraschte doch.
Allerdings muß gesagt
weden, daß der Sieg etwas zu hoch
ausfiel und ein 3- oder 4:1 eher dem Spielverlauf
entsprochen hätte.
Diesmal war jedoch der
FSV die klar bessere Mannschaft. Sein Sieg
ging völlig in Ordnung auf Grund einer
wesentlich geschlosseneren Gesamtleistung.
Bei den Hessen konnten allein Schmidt und
Hutfles voll überzeugen, alle übrigen
fielen, gemessen an ihren früheren
Leistungen, erheblich ab. Die Ersatzspieler
waren zwar erfreulich eifrig, konnten die
entstandenen Lücken aber auch nicht
vollwertig schließen.
Mittelstürmer Gonschorek
wurde mit vier Treffern Schützenkönig
des FSV, Wirth und Kunkel, bereits nach
zehn Minuten verletzt, erzielten die übrigen
Treffer. Das Kasseler Ehrentor schoß
Toni Hellwig noch vor der Pause beim Stande
von 2:0.
Quelle: Hessische Nachrichten
vom 08.06.1953