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<<< 33. Spieltag
2. Liga Süd 1952/53, 34. Spieltag

KSV Hessen Kassel - TSV Straubing

1:2 (1:1)

Sonntag, 10.05.1953
A-Platz Kassel

KSV Hessen Kassel
TSV Straubing
Aumeier
Meier
Boxleitner
Schuderer
Holzapfel
Hingsamer
Ernst
Hahn
Buhl
Schulz
Widmann
Trainer: -
Spielstatistik
Tore: 0:1 Holzapfel (9., Handelfmeter), 1:1 Daubert (23.), 1:2 Hingsamer (81.) - Ecken: 9:7 - Schiedsrichter: Eisemann (Mannheim) - Zuschauer: 4.000
Spielbericht

Straubinger Sieg war verdient

Es wäre ja ein Wunder gewesen, wenn die Hessen erstmalig in diesem Jahr ohne Heimniederlage davongekommen wären, aber daß diese Niederlage ausgerechnet als Abschiedsvorstellung aus der 2. Liga Süd kam, ist kein schöner Abschluß der Serie. Die Mannschaft war gegen die früheren Spiele nicht wiederzuerkennen, so lustlos und ohne Einsatz spielte sie gegen einen Gegner, der das Spiel richtig nahm und einer gute Vorstellung gab. Daran ändert auch die Tatsache, daß Gala Metzner, der in dem DFB-Auswahlspiel gegen die Bolton Wanderers, wie Kurt Brumme am Rundfunk sagte, englischen Stil gespielt habe, nach dem Vortagesspiel sich in einer imponierenden Form befand, es aber allein natürlich auch nicht schaffen konnte. Lediglich Hutfles und Windisch und streckenweise auch Zimmer hielten einigermaßen mit ihm mit.

Sonst war die Gesamtleistung denkbar schlecht. Unsicherheit überall, fehlende Übersicht, mangelnde Ballkontrolle und Abgabe kennzeichnen den Weg, den das Spiel gegen einen Gegner nehmen mußte. Es gab nicht, wie viele prophezeiten, zum Abschluß wie am Anfang ein Unentschieden zu Hause, sondern eine wohlverdiente Niederlage. Damit wäre alles über die Leistungen der Hessen gesagt.

Die Straubinger Elf, die schon immer gut in Kassel gefiel, hat verdient gewonnen, denn sie beherrschte fast die gesamte zweite Hälfte das Spielgeschehen und spielte oftmals die Hessen geradezu an die Wand. Es gab der beängstigenden Situationen viele, und es kann keine Entschuldigung sein, daß auch die Hessen einige Chancen hatten.

Laue war reichlich unsicher und klebte viel zu sehr an der Torlinie. So kam auch der erste Treffer zustande. Als er bei einem Durchbruch der Gäste das Leder fallen ließ, machte Knothe Hand, und Eisemann deutete auf den Elfmeterpunkt, obwohl die Hessen abseits reklamierten. Holzapfel, der lange Stopper, knallte placiert ein. Die Hessen wachten dann zwar auf, aber ihre Bemühungen blieben fruchtlos, weil die Gäste es nach schnellen Vorstößen immer wieder verstanden, rechtzeitig die Abwehrreihen zu verstärken. In der 23. Minute brachte endlich nach einer kleinen Dauerkanonade Daubert das Leder zum Ausgleich über die Linie. Nun glaubte man daran, daß es doch noch ein Kasseler Sieg werden würde, aber man sah sich getäuscht.

Straubing ging nach der Pause zur Offensive über, und sogar deren Verteidiger beteiligten sich an den Torschüssen. Glücklich konnte sich noch einmal die ausgespielte Hintermannschaft schätzen, als Hahn freistehend den Ball von Widmann angenommen hatte, aber über das Tor schoß. Schließlich war es aber nicht zu verhindern, daß der aufgerückte Hingsamer die Vorlage von Ernst zum Siegestor einschoß.

Schiedsrichter Eisemann (Mannheim) war nicht immer konsequent in seinen Entscheidungen.

Quelle: Hessische Nachrichten vom 11.05.1953