Sportgruppe
Süd
Am Samstag,
den 29. September 1945 gab es mit den Hessischen
Nachrichten, einem Vorläufer der heutigen
HNA, die erste von deutschen herausgegebene
Tageszeitung nach dem zweiten Weltkrieg.
Langsam regte sich nun auch
wieder das Sportlerleben nach der Katastrophe
des zweiten Weltkrieges. Kassel war von den
Amerikanern besetzt, Tausende Kasseler waren
noch verletzt oder in Kriegsgefangenschaft.
Vereinsdenken war verpönt, es lebte der
so genannte „Volkssportgedanke“.
In jedem Ort oder Stadtteil sollte es nur
einen Sportverein geben, Traditionsnamen waren
verboten. Die Gründung musste durch die
Amerikanischen Besatzer genehmigt werden.
Am 17. November 1945 fand in der Jutespinnerei
Kassel-Rothenditmold, in der Brandaustraße,
die Gründung der sogenannten Sportgruppe
Süd statt. Hier trafen sich frühere
Mitglieder des SV Kurhessen, CT, Hessen-Preußen,
Arbeiter-Wassersportverein und der Freien
Turnerschaft Frankfurter Straße. Da
in den Hessischen Nachrichten schon im Dezember
1945 der Name „VfL Hessen Kassel“
auftauchte, kann man davon ausgehen, dass
bereits bei der Gründungsversammlung
dieser Name beschlossen wurde.
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Bericht über die Vereinsgründung
(Hessische Nachrichten vom 28.11.1945) <<<
Serienspiele zum
Aufstieg in die Kurhessenliga
Am 24. November 1945 meldeten
die Hessischen Nachrichten in einer kurzen
Notiz, dass der Meldeschluss für die
Serienspiele auf den 28. November 1945 gelegt
wurde. Eine Woche später druckte die
HN dann die Gruppeneinteilung und den Spielplan
ab. Insgesamt gab es zehn Gruppen mit nicht
weniger als 59 Mannschaften, kurze Zeit später
kam eine elfte Gruppe mit sechs Teams hinzu.
Im Regelfall bestand eine Gruppe aus sechs
Mannschaften, die nach regionalen Gesichtspunkten
zusammengestellt waren, um aufgrund der Verkehrssituation
den Vereinen nur kurze Fahrten zuzumuten.
Der VfL Hessen, der in der
HN vom 1. Dezember noch als „Sport-Verein
Süd (Kurhessen)“ bezeichnet wurde,
sollte seine Heimspiele auf dem Aufmarschgelände
Frankfurter Straße, dem heutigen Auestadion
austragen.
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Zum Spielplan der Aufstiegsspiele <<<
Landesliga Hessen,
Saison 1946/47
Auf einer Tagung der Ligavereine
des Sportbezirkes Kassel wurde eine Ligaklasse
mit insgesamt zehn Vereinen gebildet. Auch
in den Bezirken Fulda und Marburg wurden für
den Bereich Kurhessen entsprechende Staffeln
gegründet. Diese sollten später
zusammen mit den Südhessischen Vereinen
zu einer Gesamt-Hessischen Landesliga zusammengeführt
werden. Für die Landesliga Hessen, Gruppe
Kassel wurden folgende fünf Vereine aufgrund
ihrer Platzierung in der Kurhessenliga 1946
aufgenommen: Eintracht Kassel, Kirchditmold,
Niederzwehren, Blau-Weiß Kassel und
Rothenditmold. Dazu kam Rengershausen als
Aufsteiger aus der Bezirksklasse. Für
die restlichen vier Teilnehmer wurden Ausscheidungsspiele
angesetzt, in denen elf Vereine im k.o.-System
die Möglichkeit hatten sich für
die Landesliga zu qualifizieren. Homberg,
Korbach, Kassel-Nord, Bettenhausen, Wellerode
und Wilhelmshöhe bestritten eine Vorausscheidung.
Die Sieger trafen dann auf Lichtenau, Großenritte,
Volkmarsen, dem Kasseler Sportverein und dem
VfL Hessen.
Ausscheidungsspiel zum Aufstieg
in die Landesliga, Gruppe Kassel: Donnerstag,
19. September 1946, Sportplatz am Park Schönfeld
VfL Hessen – Eintr. Großenritte
5:1 (2:1) - Schiedswrichter: Rosenkranz -
Tore: nach 15 Minuten durch zwei Handelfmeter
1:1, 2:1 Bock ( .), 3:1 ( .), 4:1 ( .), 5:1
( ., Elfmeter).
Neben dem VfL Hessen qualifizierten
sich noch Homberg, Kassel-Nord, Volkmarsen
und der Kasseler Sportverein für die
Landesliga. |