Was
macht eigentlich ... Heinz Traser?
Heinz Traser
ist derzeit wohl der einzige Darmstädter,
der dem KSV Hessen den Aufstieg gönnen
würde.
Im Januar
1953 wurde er im Darmstädter Stadtteil
Wixhausen geboren, wo er auch seine erste
Vereinsstation als Fußballer hatte.
In der Jugend wechselte er zu Kickers Offenbach
und kam dort als 18-Jähriger zu seinen
ersten Einsätzen im Seniorenbereich.
Zwar schaffte er mit den Kickers den Aufstieg
in die 1. Bundesliga, jedoch kam er nur zu
drei Einsätzen, so dass er während
der Saison 1973/74 zum 1. FC Saarbrücken
wechselte. Insgesamt blieb er dort siebeneinhalb
Jahre und spielte neben der 2. Bundesliga
auch zwei Jahre in der 1. Bundesliga. Meist
wurde er im defensiven Mittelfeld und in der
Abwehr eingesetzt, als aber beim FC ab 1979
ein Mangel an guten Stürmern herrschte,
übernahm er diese Aufgabe und wurde zu
dem Spieler, über den man in Kassel heute
noch Geschichten erzählt.
1981 kam
Heinz Traser nach Kassel in die 2. Bundesliga
und schoss in 128 Spielen 52 Tore. So erfolgreich
seine Zeit beim KSV war, so tragisch war sie
auch. Dreimal hintereinander erreichte er
mit dem KSV den vierten Platz und verpasste
nur knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga.
Ein „Trauma“ ist für ihn
bis heute die Saison 1984/85, wo der KSV am
letzten Spieltag vom 1. bis auf den 4. Platz
abrutschte. Beim vorletzten Spiel, dem 2:2
gegen Hannover, hatte er sich einen Adduktorenanriss
zugezogen und konnte somit im „Finale“
nicht eingreifen.
Allzu gerne
hätte er Kassel zu seinem Abschied den
Aufstieg in die Bundesliga „geschenkt“,
denn es war klar, dass er mit seiner Familie
wieder nach Darmstadt zieht. Zum einen hatte
er dort einen Job in der Verwaltung der Technischen
Universität angenommen, zum anderen sollte
sein Sohn eingeschult werden. Timm Traser
spielt übrigens mit der DJK/SSG Darmstadt
in der Landesliga Süd …
Tim Siebrecht
(Stand: April 2004) |