Was
macht eigentlich ... Hans-Adolf Schade?
„Ich
erinnere mich gerne an meine Zeit beim KSV“,
blickt Hans-Adolf Schade auf seine 13 Jahre
als Spieler beim KSV Hessen Kassel zurück.
Vom BC Sport
ist er 1960 in die A-Jugend des KSV gewechselt,
spielte bei den Amateuren und kam in der Saison
1963/64 zu seinen ersten, von 214 Liga-Einsätzen
für die erste Mannschaft, wo er meistens
als rechter Verteidiger spielte. Zuvor erreichte
der KSV den 10. Platz in der höchsten
deutschen Liga, der Oberliga Süd und
verpasste damit die Qualifikation zur neu
gegründeten 1. Bundesliga. Auch ein Jahr
später schaffte man, trotz Meisterschaft,
erneut nicht den Sprung in die Bundesliga.
Danach wurde die Mannschaft neu aufgebaut
und so dauerte es bis zum Ende der Sechziger,
bis der KSV wieder ganz vorne angriff. Als
erfolgreichste Zeit nennt Hans-Adolf Schade
die Saison 1970/71, wo dem KSV nur 2 Punkte
für die Relegation zur Bundesliga fehlte.
Von seinem
Spielergehalt hatte er sich ab 1965 ein Jura-Studium
in Göttingen finanziert und arbeitete
mittlerweile beim Landgericht Kassel. Neben
dieser Arbeit wurde ihm der Trainingsaufwand
zu viel und so entschloss er sich, eine Klasse
tiefer beim KSV Baunatal als Libero zu spielen.
In dieser Zeit wechselten einige gestandene
Profis vom KSV Hessen zum KSV Baunatal, so
dass er mit dieser Mannschaft 1976 sogar den
Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd schaffte.
3 Jahre spielte Hans-Adolf Schade mit Baunatal
in der 2. Liga und lies seine Karriere dann
als Spielertrainer in Immenhausen und als
Trainer beim KSV Baunatal ausklingen.
Heute arbeitet
er als Anwalt und Notar in der Kanzlei von
Karl-Heinz Schwabe, dem ehemaligen Präsidenten
des KSV und hält sich mit Tennis fit.
Manchmal zieht es ihn als Zuschauer zurück
ins Auestadion, denn er weiß: „Der
KSV Hessen Kassel ist die Nummer eins in Nordhessen
und wird es immer bleiben“.
Tim Siebrecht (Stand: Oktober
2003) |