Was
macht eigentlich ...
Gerhard Grau?
„Ich
habe die beste und schönste Zeit beim
KSV mitgemacht“, schwärmt Gerhard
Grau von der Zeit zwischen 1980 und 1984,
wo der KSV Hessen Kassel in der 2. Bundesliga
für Furore sorgte. 1980 stieg der KSV
aus der Oberliga in die Bundesliga Süd
auf und qualifizierte sich als Aufsteiger
mit einem vierten Platz für die damals
neu gegründete eingleisige 2. Bundesliga.
Gerhard Grau wurde mit dem KSV dann zweimal
in Folge Vierter in der 2. Bundesliga und
verpasste damit nur knapp den Aufstieg in
die 1. Bundesliga.
„Ich
hätte es der Region und vor allen Dingen
den treuen Zuschauern gegönnt“,
sagt er und weiß wovon er spricht. Nachdem
der aus der Homberger Jugend stammende Angreifer
von 1968-72 für den KSV Hessen Kassel
in der Regionalliga spielte, wurde er bei
einem Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC
Berlin entdeckt und im Paket mit Holger Brück
für die Bundesliga verpflichtet. Bis
zum Jahr 1978 spielte Gerhard Grau 157 Spiele
für Hertha BSC in der 1. Bundesliga und
wurde 1975 sogar Deutscher Vizemeister, bevor
es ihn wieder zurück nach Kassel zog.
Nach seiner
Karriere spielte Gerhard Grau noch als Spielertrainer
in Bergshausen und Wolfsanger und schaffte
sich nebenbei sein berufliches Standbein.
1984 eröffnete er eine Disco und 8 Jahre
später die Kneipe „Treff am Kö“
an der Ecke Königsplatz / Kölnische
Str. Die weitere Entwicklung des KSV verfolgte
Gerhard Grau „... nicht so intensiv,
wie das heute der Fall ist. Damals habe ich
erst einmal versucht mich in meinem Beruf
zu etablieren. Heute nehme ich mir einfach
die Zeit und gehe oft ins Stadion. Ich bin
immer noch mit Herzen beim KSV Hessen Kassel“.
Tim Siebrecht (Stand: September 2003) |