Erwin Daubert:
Reißer, Brecher
Erwin Daubert, Mittelstürmer,
der Typ eines Reißers und Brechers im
Angriffszentrum der Hessen. Vorbildlich sein
rastloser Einsatz und das ständige Ausbrechen
auf die Flügel, er gibt keinen Ball verloren
und schießt beidfüßig scharf
und placiert. Verbesserungsfähig noch
die Technik der Ballan-nahme in Richtung Tor
und sein Kopfballspiel. Kam 1951 vom CSC 03
Kassel. - Geboren 6.6.28, kaufmännischer
Angestellter.
Quelle: Hessische Nachrichten
vom 04.05.1953
Trauer um Altfußballer
Daubert
Kassel. Zunächst ging
er für die Kasseler Rothosen, später
für den KSV Hessen auf Torejagd: Erwin
Daubert, ein exzellenter Mittelstürmer
alter Prägung, ist am Montag 83jährig
nach längerer Krankheit gestorben.
Erwin Daubert wechselte Anfang
der fünfziger Jahre von der Nürnberger
Straße, der Sportarena des CSC 03, an
die Frankfurter Straße, wo er mit den
Löwen 1953 den Aufstieg in die damals
höchste deutsche Fußballklasse,
die Oberliga, schaffte. Er stand auch in jener
von Rudi Gellesch trainierten KSV-Mannschaft,
die im August des gleichen Jahres den Rasen
des neu erbauten Auestadions einweihte (gegen
Aschaffenburg vor 20000 Zuschauern 1:2).
Den KSV-Angriff bildeten
in den beiden Oberliga-Jahren (1953 –
55) neben Daubert vornehmlich noch der spätere
Schalker Präsident Günther Siebert,
der ehemalige Nationalspieler Karl Schmidt,
Toni Hellwig und „Sense“Grabsch.
Zur Stammmannschaft gehörten in dieser
erfolgreichen Zeit der Löwen die beiden
Torhüter Kurt Laue und Helmut Schubert
sowie Erich Knothe, Fritz Zimmer, Horst Öttler,
Sepp Schmied, Nationalspieler Gala Metzner,
Karl Hutfles, Willi Deeg, Franz Dinger und
Egon Zinserling.
gra (HNA-Sportredaktion,
03.09.2011) |